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Für das neue Haus der Gautinger Tafel wird diese Garage entfernt, deutet Inga Schauder von der „Insel“ an. 

Gautinger Tafel

Neuer Standort für die Lebensmittelausgabe

Im März wird der erste Spatenstich für das neue Tafelgebäude gesetzt. Diese Kunde trug Ahel Bergsoy vom Gautinger Hochbauamt in den Bauausschuss.

Gauting – Hintergrund: Weil die klamme Gemeinde die baufällige „Hofinger Villa“ oberhalb vom Rathaus verkaufen muss, bekommt die bisher dort untergebrachte Tafel eine neue Heimat – direkt neben der Gautinger Insel an der Grubmühlerfeldstraße.

Dass der Planungsauftrag fürs neue Tafelhaus an das Münchner Architekturbüro Götze & Hadlich ging, wurde erst am Dienstag in der Bauausschusssitzung bekannt. Die Entscheidung hatte der Rat bereits im vergangenen Juli gefällt. Gleich Nägel mit Köpfen machten die Räte. Nach der öffentlichen Ausschreibung vergab der Ausschuss die ersten Gewerke an Firmen mit dem „wirtschaftlichsten Angebot“. Den Zuschlag für die Baumeisterarbeiten – 135 000 Euro – erhielt eine Firma in Herrsching-Breitbrunn. Mit Holz- und Zimmererarbeiten – 146 000 Euro – wird ein Betrieb im nahen Hochstadt beauftragt. Und Spenglerei- und Sanitärinstallation – 32 000 Euro – gehen an eine Firma in Wielenbach.

„Das ist unüblich“, fand Richard Eck (UBG). Dass alle drei „kostengünstigsten Bieter“ die ausgeschriebene Baukostensumme mal zu 3,3 Prozent, mal zu 9,1 Prozent und bei den Zimmererarbeiten gar zu 11,5 Prozent überschritten, stieß Eck sauer auf. „Wir brauchen den Neubau für die Tafel. Denn das Grundstück mit der alten Villa müssen wir verkaufen“, riet Vize-Bürgermeister Dr. Jürgen Sklarek zur zügigen Entscheidung. Rund zwei Millionen Euro sind nämlich für den Verkauf der maroden kommunalen Immobilie im eng gestrickten Gemeindehaushalt eingeplant. Einmütig vergab das Gremium die Gewerke.

Das mit 630 000 Euro kalkulierte eingeschossige Tafelgebäude wird direkt neben der Insel gebaut. Das Büro der Insel und der Neubau werden mit einer gemeinsamen barrierefreien Terrasse verbunden. Vorteil: Von der Grubmühlerfeldstraße ist das Gebäude und die um Lebensmittel anstehenden Menschen nicht einsehbar. „Ein Teil der Tafelkunden ist auch Klientel bei uns“, sagt Sozialpädagogin Inga Schauder von der Insel. Dass die beiden Häuser miteinander verbunden werden, senke die Hemmschwelle von Ratsuchenden, auch mal bei der Insel reinzuschauen.

Über die Detailplanung für den Neubau sind Architekt Christian Hadlich und die Tafelvorsitzende Monika Fliedner bereits im Gespräch. 

Christine Cless-Wesle

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