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Auch wer auf Wärmedämmung setzt, wird von der Gemeinde Seefeld finanziell unterstützt. 

Energiewende

Förderprogramm geht in die nächste Runde

Seefeld  - Seit 1999 unterstützt die Gemeinde Seefeld Hausbesitzer, wenn sie auf regenerative Energien setzen. Ein Erfolgsmodell. 

Viele Hausbesitzer versuchen, Energie zu sparen. Sei es, durch eine Sanierung des Altbestands, oder durch eine sorgsame Planung beim Neubau. In der Gemeinde Seefeld werden sie seit 1999 dabei durch ein Förderprogramm unterstützt. Das Programm wird 2016 nicht nur neu aufgelegt, sondern auch erweitert. Die Zahlen sprechen für sich: 290 Anträge sind seit 1999 als förderfähig bewilligt und mit insgesamt 904 666,60 Euro bezuschusst worden. Der jährliche Energiegewinn liegt laut Ernst Deiringer vom Energiewendeverein bei 1 726 864 Kilowattstunden. Dadurch konnte der CO2-Ausstoß pro Jahr um 582 599 Kilogramm reduziert werden. Immerhin. 314 037 Euro, die größte Summe beim Energieförderprogramm, flossen in Maßnahmen zur Wärmedämmung. 298 070 Euro gab die Gemeinde für Zuschüsse aus, die den Bau von Passivhäusern unterstützten. 155 080 Euro kamen regenerativen Heizanlagen zugute. Fotovoltaikanlagen wurden nur bis Mitte 2014 gefördert – mit 118 437 Euro. Bis Mitte 2015 förderte die Gemeinde mit einer Gesamtsumme von etwa 94 000 Euro insgesamt 30 Einzelmaßnahmen.

Deiringer ist davon überzeugt, dass das Programm insgesamt Einfluss nimmt auf das Verhalten der Hausbesitzer in der Gemeinde. „Seit 1999 wurden in der Gemeinde 72 Häuser in Niedrigenergiebauweise errichtet“, erklärt er und spricht anbetracht der mehr als 582 Tonnen an eingesparten Emissionen von einem gemeinsamen Erfolg für den Klimaschutz. Dass der Gemeinderat am Dienstag bei diesem Thema nicht fackelte, war also zu erwarten. Auch bei der Neuerung nicht: Denn 2016 sollen auch Energiespeicher mit effizienten Steuerungen in das Programm aufgenommen werden. Die Höhe des Zuschusses beträgt zehn Prozent der Investitionskosten, maximal 1000 Euro. Durch die Senkung der Einspeisevergütung für Strom aus Fotovoltaikanlagen empfiehlt sich die private Nutzung des Sonnenstroms immer mehr. Allerdings sind die Speichermöglichkeiten für Privathaushalte teuer. Dabei können im Idealfall bis zu 80 Prozent des auf dem Dach erzeugten Stroms privat genutzt werden. An der im Haushalt einzustellenden Summe ändert sich jedoch vorerst nichts. Fürs erste sollen 75 000 Euro für das Förderprogramm ausgegeben werden. Reicht das Geld nicht, wird um 25 000 Euro aufgestockt. Die Gemeinderäte nickten den Antrag des Energiewendevereins, Ortsgruppe Seefeld, einstimmig ab. Martin Dameris (SPD) nahm die Gelegenheit zum Anlass, sich bei Ernst Deiringer für sein Engagement zu bedanken. „Das Programm ist kein Selbstläufer. Dass es bei uns so gut läuft ist mit großen Anstrengungen verbunden und Ernst zu verdanken.

hvp

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