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Symbolbild

Münchner erneut verurteilt

Liebes-Aus: Erst schlug er die Frau, dann das Auto 

Starnberg - Nach Jahren ist ein Münchner immer noch nicht über das Liebes-Aus hinweg: Er musste sich vor dem Amtsgericht Starnberg verantworten, weil er nach einem Streit mit seiner Ex deren Auto demoliert hat. Wegen Körperverletzung saß er schon im Gefängnis.

Aggressivität gegenüber seiner Partnerin hatte einen Münchner schon mehr als zwei Jahre hinter Gitter gebracht. Acht Monate nach der Haftentlassung war der Zorn des mehrfach vorbestraften Mannes immer noch nicht verraucht. Ein bisschen dazugelernt hat der 24-Jährige dennoch: Im Dezember kam es nicht mehr zu tätlichen Angriffen gegen seine 23-jährige Ex-Partnerin, sondern „nur“ zur Sachbeschädigung an deren Auto.

Nach Jugendstrafrecht verbüßte der 24-Jährige bereits zwei Jahre und vier Monate hinter Gittern, weil er seine ehemalige Freundin und Mutter eines gemeinsames Kindes im Jahr 2009 übel verprügelt hatte. In Haft machte der Münchner den Quali, begann eine Lehre und bereitet sich derzeit auf die mittlere Reife vor. Seine Liebe zu seiner Ex und dem gemeinsamen Kind trieb ihn im Dezember dennoch erneut zu einem Gewaltausbruch. Nach einem Treffen geriet das ehemalige Paar wieder in Streit – im Auto. „Als ich sagte, dass ich keine Gefühle mehr für ihn habe, wurde er laut und stieg aus“, berichtete die 23-Jährige vor dem Amtsgericht. Die junge Frau hatte in ihrer Angst von innen die Autotüren verriegelt, doch der Münchner schlug in Rage auf die Windschutzscheibe ein.

Als die 23-Jährige Richtung Starnberg zu ihrem Vater fuhr, folgte ihr der Angeklagte mit einem BMW: „Er ist mir die ganze Zeit hinterhergerast und hat gehupt und geblinkt. Mein Vater hat dann die Polizei gerufen.“

Pluspunkte sammelte der Münchner mit seiner reumütigen Haltung vor Gericht sowie durch eine Entschuldigung bei seiner Ex-Partnerin. Wegen Sachbeschädigung und Fahren ohne Fahrerlaubnis verhängte Richterin Brigitte Braun dennoch eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 10 Euro. „Ich hoffe, dass Sie jetzt kapiert haben, dass es die Entscheidung der Zeugin ist, ob sie die Beziehung weiterführen will oder nicht. Ich halte es nicht für sinnvoll, Sie die ganze Zeit im Gefängnis einzusperren“, sagte sie zur Ermahnung.

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