Seit 2012 bietet Dießen Wohnmobilstellplätze an. Foto: una

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Herrsching - Herrsching ins Urlaubs- und Ausflugsziel und daher bemüht, attraktiv zu sein - auch für Wohnmobil-Reisende. Zurzeit wird ein Standort gesucht, an dem Wohnmobilplätze ausgewiesen werden.

Wolfgang Schneider hatte immer wieder mal nachgefragt, bei der jüngsten Haushaltsberatung fiel der Vorschlag des SPD-Gemeinderats dann auf fruchtbaren Boden: Im Dezember hatte der Herrschinger Gemeinderat dafür gestimmt, Geld für Wohnmobilstellplätze zur Verfügung zu stellen. „Wenn die im Ort parken könnten, gehen sie auch hier einkaufen und essen“, hatte Schneider unter anderem argumentiert. In der Bauausschusssitzung am Montag sammelte Bürgermeister Christian Schiller Standortvorschläge, die nun auf Machbarkeit geprüft werden.

Schneiders Vorstoß lehnt sich an die bestehenden Stationen in Dießen an. Seit Sommer 2012 gibt es dort am Bahnhof neun Stellplätze, 50 Meter weiter zwei Versorgungssäulen für Trink- und Abwasser. Strom stellt der Stromversorger über eigene Säulen zur Verfügung. An einem Parkscheinautomat können die Tickets für die Stellplätze gezogen werden. 24 Stunden kosten in Dießen 8 Euro, 80 Liter Frischwasser 1 Euro und pro Entsorgung von Abwasser und Inhalten von Chemie-Klos zahlen Wohnmobilinhaber nochmal 1 Euro. Genutzt werden die Plätze „besser als gedacht“, sagt Rathausmitarbeiterin Veronika Schmidt.

Der Bedarf ist auch im Landkreis Starnberg groß, weiß Klaus Götzl, Geschäftsführer der Tourismusverbandes Fünf-Seen-Land. Er ist gerade zurückgekehrt von der Grünen Woche in Berlin, und wurde dort auch darauf immer wieder angesprochen. Herrsching wäre die erste Gemeinde im Landkreis Starnberg, die dieses Angebot machen würde. Götzl sagt: „Wir bräuchten viel mehr“.

Wie wertvoll solche Wohnmobilstellplätze mit Versorgungsstationen sind, weiß auch CSU-Gemeinderat Klaus Pittrich. Er ist selbst Wohnmobilfahrer und schätzt diese Mobilität, also die Möglichkeit, einmal nicht auf Campingplätze ausweichen zu müssen. Bislang ist dies aber im Landkreis die einzige Alternative.

In Herrsching gibt es mehrere Möglichkeiten auf gemeindlichen Plätzen, die nun darauf untersucht werden sollen, ob sie für Versorgungsstationen erschließbar sind: Ländtbogen, Rieder Straße und Realschule. Rund 15 000 Euro kostet eine Säule. Vorgesehen sind für Herrsching erstmal zwei Stellplätze. (grä)

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