Freuen sich über den Startschuss für Gilchings erstes Museum (v.l.): Bürgermeister Manfred Walter, die Vorsitzende der Gesellschaft für Archäologie und Ortsgeschichte, Annette Reindel, und ihr Stellvertreter Manfred Gehrke. Foto: ph

Gilching bekommt ein Museum

Gilching - Gilching bekommt Mitte 2016 ein Museum für archäologische Fundstücke und geschichtliche Ereignisse. „SchichtWerk“ wird der Name sein. Untergebracht ist es im Werson-Haus.

Gegründet wurde die Gesellschaft für Archäologie und Ortsgeschichte Gilching 2003. Seither sind unter anderem Radwanderwege mit dem Namen „Via Zeitreise“ - je eine rote, blaue und gelbe Route - entstanden. Dazu kamen Vorträge, Exkursionen und Führungen, Feldbegehungen und Teilnahmen an diversen Festen und Aktivitäten Im Fokus jedoch stand stets ein eigenes Museum, zumal vor drei Jahren an der Römerstraße auf einem Baugrundstück drei gut erhaltene Skelette und diverse Beigaben gefunden worden war.

Diese Raritäten und frühere Funde sollen nun ab Mitte 2016 im Werson-Haus an der Bruckerstraße als Dauerausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bis dahin wird das neue Rathaus an der Pollinger Straße fertig sein, so dass unter anderem das im Werson-Haus ausgelagerte Standesamt und das Friedhofsamt wieder zurück ins Rathaus ziehen und dadurch vier Räume im ersten Stock frei werden. Für Bürgermeister Manfred Walter stand von Anfang an fest, dass dies der geeignete Ort für das Museum ist.

„SchichtWerk“ soll es heißen. In der Ausschusssitzung erläuterte Vereinsvorsitzende Reindel: „Der Name SchichtWerk spielt auf die Stratigraphie, die Schichtabfolge als Kernelement der Archäologie, an.“ Außerdem erinnere der Name auch an den verstorbenen Ortschronisten Rudolf Schicht, der über Jahrzehnte hinweg die Historie Gilchings erforscht und aufgeschrieben hat, betonte Reindel.

In Raum eins des neuen Museums werden die Bajuwaren und der Fund der so genannten drei Kiltis im Mittelpunkt stehen. Raum zwei ist den Römern gewidmet. Es soll zudem diverse Mitmach- und Hörstationen geben. Die bisherigen Kosten für Restaurierung sowie Repliken (unter anderem eine Öllampe) in Höhe von rund 16 000 Euro hat die Gemeinde übernommen. Insgesamt rechnet Reindel unter anderem für wissenschaftliche Untersuchungen, das Ausstellungskonzept und die Ausstattung der künftigen Ausstellungsräume mit rund 63 000 Euro, die unter anderem vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege übernommen werden. Außerdem will Reindel Firmen ansprechen, damit sich diese finanziell beteiligen. An Eigenleistung hat der Verein bereits 1200 Stunden ehrenamtlich investiert.

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