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Akt der Zerstörung: Der 300 Kilo schwere Firmentresor wurde auf der Rückseite aufgeflext.

Fahndung nach Tätern

Einbrecher flexen Firmentresor auf

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Gilching - Dieser Einbruch schockt Gewerbetreibende und Anwohner in Gilching: Unbekannte haben einen Fachbetrieb in der Carl-Benz-Straße heimgesucht. Der Schaden geht in die Tausende.

Gilching – Jürgen Nies, einer von zwei Geschäftsführern des Gilchinger Spezialbetriebs Muessig EDM, hat schon viel erlebt. In New York beispielsweise wurde einst bei ihm eingebrochen, als er dort für einige Jahre lebte. Doch was ihm oder besser seiner Firma jetzt in Gilching passiert ist, das hätte er nicht für möglich gehalten.

Denn der Fachbetrieb im Bereich Metallverarbeitung war in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das Ziel von Einbrechern, vermutlich sogar Profis. Und nicht nur Nies denkt sich: Wir sind doch hier in Gilching – und nicht in New York...

Nach bisherigem Ermittlungsstand der Kripo Fürstenfeldbruck sind die Täter irgendwann am Abend oder in der Nacht in dem Gilchinger Gewerbegebiet aufgetaucht. Bei einem Metallverarbeitungsbetrieb in der Lilienthalstraße entwendeten sie zunächst eine Flex. Anschließend schnitten sie den Maschendrahtzaun zu dem benachbarten Areal von Muessig EDM auf. Dort hebelten sie ein Fenster auf und stiegen in die Firmenräume ein.

Was sich nun abspielte, lässt sich anhand der Spurenlage rekonstruieren – und ist für Jürgen Nies nach wie vor unfassbar. „Es ist alles verwüstet“, schildert er gegenüber dem Starnberger Merkur. Schränke und Schreibtischbe sind durchwühlt, Ordner in den Büros verteilt. Mobiliar wurde teils mit brachialer Gewalt geknackt. Den großen, 300 Kilo schweren Firmentresor zogen die Einbrecher in die Mitte eines Büros und flexten ihn von hinten auf.

Der bestialische Gestank war selbst am Donnerstag trotz Dauerlüftens noch nicht komplett aus den Firmenräumen entwichen. Aus diesem Standtresor entwendeten die Täter Bargeld. Einen zweiten, wesentlich kleineren Tresor der Marke Point Safe, in dem sich Dokumente befanden, nahmen sie gleich ganz mit. Gut und gerne zwei Stunden dürften sich die Unbekannten in den Räumen aufgehalten haben. Nach Angaben der Kripo beläuft sich der Schaden auf etwa 8000 Euro.

Als ein Logistikmitarbeiter und eine Buchhalterin am Mittwoch gegen 7.40 Uhr zur Arbeit kamen, entdeckten sie das ganze Chaos. Was Nies bei dem ganzen Ärger freut: Sämtliche Handwerkerkollegen, die er zur Beseitigung und Reparatur der Schäden benötigte, waren binnen zwei Stunden da. Von den Tätern dagegen fehlt bis jetzt jede Spur. Immerhin wurde unweit des Tatorts der kleine, ebenfalls aufgebrochene Safe gefunden. Eine aufmerksame Passantin hatte Dokumente aus dem Tresor entdeckt und Nies verständigt. Zurückgelassen haben die Einbrecher darüber hinaus einen blauen Tragekoffer für eine Flex der Marke Makita und mehrere Flexscheiben. Mit dieser Flex wurde offenbar der Standtresor geöffnet.

Wer vermisst diesen Koffer? Wer hat zwischen Dienstag, 16 Uhr, und Mittwoch, 6 Uhr, im Bereich Lilienthalstraße/Carl-Benz-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht? Hinweise bitte an die Kripo Fürstenfeldbruck, Tel. (0 81 41) 61 20.

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