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Haben im letzten Schuljahr enorm an Reife zugelegt: Die Abiturienten des aktuellen Jahrgangs am Christoph-Probst-Gymnasium.

Abitur 2017: Christoph-Probst-Gymnasium

In der Q11 ausbaufähig, zum Schluss ein sehr guter Jahrgang

Abi-Feier im Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasium: Die Abiturienten strömen mit Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunden, Bekannten und Verwandten in die Turnhalle. Schön anzusehen sind die 145 jungen Erwachsenen, die ihr Reifezeugnis entgegennehmen – und damit wohl einen der schönsten Augenblicke ihres Lebens erfahren, was sich auch in ihren Gesichtern in Form von purem Glück, Erleichterung oder schlichter Freude spiegelt.

Gilching – Der Notendurchschnitt von 2,35 sei landesweit ein guter Mittelwert, bestätigt Schulleiter Peter Meyer. Zehn Prüflinge sind durchgefallen. Das seien mehr als gewöhnlich, gesteht Oberstufenkoordinator Harald Zimmermann und formuliert das Engagement der heute Gefeierten vorsichtig so: „Die Prüfungen sind nicht das Problem, sondern das, was die zwei Jahre vorher gelaufen ist.“ In einer Metapher gesprochen begann der Reifeprozess für viele erst in der Zwölften. Mehr als ausreichend für das Prädikat „hervorragender Jahrgang“, finden die nun ehemaligen Gymnasiasten und machen kurzerhand aus einem „Sauvignon Blanc“ den „S-abi-gnon Blanc“ und schreiben die Namen der erfolgreichen Absolventen auf das Etikett der Weinflasche. Ein Weißwein also – warum aber nicht Rotwein, hinterfragt Alexander Schröder in seiner Rede. „Schließlich gewinnt ein Roter mit der Lagerung dazu“, sagt der stellvertretende Schulleiter. „In der Q11 wart ihr ausbaufähig – der Jahrgang wurde mit der Zeit deutlich besser und am Ende wurde daraus ein sehr guter Jahrgang.“ Die Angesprochenen jubeln.

„Aus Kindern wurden Leute“, seufzt Schulleiter Meyer in Anbetracht der zum Erwachsenen Herangereiften und wünscht sich, dass die Lehrer weniger Zeit in die Notenvergabe und mehr Zeit in den Unterricht investieren könnten. Gilchings Bürgermeister Manfred Walter steht an diesem Tag als Vorsitzender des Zweckverbandes für weiterführende Schulen am Rednerpult und prophezeit den jungen Leuten, dass im Rückblick die schönen Momente der Schulzeit dominieren werden. Die Vertreterin des Elternbeirats, Angela Günther-Ferrari, gibt den jungen Leuten für die Zukunft ein Bild mit: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

Zwischen den Reden bereichern Abiturienten mit mindestens so ausgereifter Musik wie besagter Wein die Feier, glänzen bei der Zeugnisvergabe 145-mal mit ebenso ausgereifter Schönheit – und ganz zum Schluss bekommt die Sekretärin der Schule zum runden Geburtstag eine Laudation geschenkt.

„Liebe Frau Denk“, hebt Jaron Reichmann an. „Sie waren für Fragen aller Art für uns da“ – und aus den Reihen der nun Ehemaligen klingt ein Geburtstagsständchen. Ein rührender, runder Abschluss für einen Jahrgang, der damit zeigt, dass er wirklich zu den Besten gehören könnte.

Michèle Kirner

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