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150 Radlfahrer demo nstrierten am Samstag für eine bessere Infrastruktur für Radler.

Demonstration

Das fünfte Rad am Wagen

150 Radlfahrer haben mit einer Demonstration bessere Bedingungen für sich in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck gefordert.

Gilching – „Wir Radlfahrer werden wie das fünfte Rad am Wagen behandelt“, bedauert Ruppert Schmidt aus Hochstadt. Der Mitorganisator der Radl-Demo „Verkehrsraum fairteilen“ am Samstag in Gilching muss es wissen. Radelt er doch jährlich gut 15 000 Kilometer durch die Lande. Und da komme er durch Städte, in denen es ein vorbildliches Radwegekonzept gebe. „Nur der Landkreis Starnberg, in dem es auch viele Radfahrer gibt, hinkt gewaltig hinterher. Insbesondere die Radwege sind so konzipiert, dass es Stellen gibt, die brandgefährlich sind“, sagt Schmidt.

Ein Umstand, den Gerhard Sailer von der Mobilitätswende Weßling und Initiator der Demo uneingeschränkt bestätigt. „Seit das Radwegekonzept im Landkreis verabschiedet wurde, hat sich nichts mehr getan. Leider ist auch der Kontakt zu uns Betroffenen eingeschlafen.“ Dies sei mit Anlass zur Gründung des Aktionsbündnisses gewesen, dem außer der Mobilitätswende noch der ADFC Starnberg, der VCD Fürstenfeldbruck-Starnberg, die Energiewende Starnberg und der Bund Naturschutz angehören.

„Wir fordern, den Rad- und Fußverkehr in der Verkehrspolitik und -planung von Anfang an gleichberechtigt zu berücksichtigen. Lösungsvorschläge mit Verschlechterungen für Radfahrer und Fußgänger sind grundsätzlich zu verwerfen“, sagt Sailer. Bewusst habe man die Demo zum jetzigen Zeitpunkt gelegt, da allerorten zum Stadtradeln aufgerufen werde und mehr noch als bisher die „politische Dimension des Stadtradelns“ in den Vordergrund gerückt werden soll. Treffpunkt der Demo, zu der rund 150 Teilnehmer inklusive Kinder und Hunde aus den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck angeradelt kamen, war am Marktplatz in Gilching. Die Streckenführung ging, begleitet von der Polizei, durch den Nachbarlandkreis Fürstenfeldbruck und zurück über das Gewerbegebiet Süd, Gut Hüll, Ober- und Unterbrunn, Hanfeld und Mamhofen nach Unering.

„Fast 100 Millionen Euro kostet derzeit der Ausbau der A 96 von Germering bis Oberpfaffenhofen auf sechs Spuren. Von einer Planung für sichere alltagstaugliche Radrouten zwischen Germering, den Gewerbegebieten rund um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und weiter Richtung Inning ist nicht die Rede“, moniert Sailer. Unzureichend sei zudem das Gewerbegebiet Süd mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und mehreren tausend Arbeitsplätzen für Radfahrer erschlossen.

Das nächste Treffen der Mobilitätswende Weßling findet am Mittwoch, 12. Juli, 19 Uhr im Gasthof Schuster in Hochstadt statt. Um 20 Uhr beginnt der Radlerstammtisch.

Uli SInger

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