Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt
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Ein herrenloses Rad hat einem Gilchinger kein Glück gebracht. 

Aus dem Gerichtssaal

Gefundenes Radl kommt Gilchinger teuer

Gilching - Ein 41-jähriger Gilchinger hat sich mit einem gefundenen Rad eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Vor Gericht gab es die Quittung. 

Ein im Sommer zufällig gefundenes Herrenrad brachte einem 41-jährigen Gilchinger kein Glück. „Ich wollte es eigentlich wieder wegschmeißen. Die Gangschaltung war kaputt und es hat mich zweimal runtergeschmissen“, erklärte der 14-fach vorbestrafte Angeklagte vor dem Starnberger Amtsgericht. Laut Anklageschrift musste sich der bereits viele Male wegen Diebstahls verurteilte Mann nun wegen Unterschlagung verantworten, denn er hätte das herrenlose in der Nähe des Gilchinger Wertstoffhofs abgestellte Rad nicht einfach an sich nehmen dürfen. Auch die angeblich platten Reifen des Rads ließ Richterin Christine Conrad schwerlich als Ausrede gelten: „Man kann nicht alles, was nicht hundertprozentig in Ordnung ist und rumsteht, einfach behalten.“ Pech hatte der 41-Jährige nicht nur mit dem maroden Drahtesel. Etwa fünf Tage nach dem Fund wurde eine Polizeistreife auf den umherradelnden Mann aufmerksam. „Als wir gewendet haben, hat der Angeklagte beschleunigt und ist im Industriegebiet in einen Hinterhof abgebogen“, erzählte ein Beamter der Germeringer Polizei. Schatten auf die Glaubwürdigkeit des Gilchingers warf zudem ein entscheidender Widerspruch. „Laut Polizeiakte hat der Angeklagte bei seiner Vernehmung angegeben, er habe das Rad am Gilchinger Bahnhof gefunden“, so das Gericht. Nach Maßgabe des Staatsanwalts gab es somit kein Pardon mehr für den Ex-Häftling: „Für eine Geldstrafe sind es zu viele Einträge“. Nach dem Schlussplädoyer des Staatsanwalts hätte der 41-Jährige das Amtsgebäude mit einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verlassen. Richterin Conrad hielt eine spürbare Geldstrafe lediglich deshalb für ausreichend, weil der Angeklagte sich seit nunmehr fünf Jahren straffrei gehalten hat. Die verhängte Geldstrafe liegt bei 100 Tagessätzen à 35 Euro.

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