Brücken im Landkreis Starnberg

„Akuter Handlungsbedarf“

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Landkreis – Wie marode sind die Autobahnbrücken im Landkreis? Es wirkte bedrohlich, was in einer von der Tageszeitung „Die Welt“ veröffentlichten Liste der Brückenprüfungen steht.

Demnach würden die Brücken schneller verschleißen als die Behörden sie reparierten. Auch zwei Autobahnbrücken in der Region wurden mit der zweitschlechtesten Bewertung versehen: „Nicht ausreichend.“

Laut Definition der federführenden Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) heißt das: Es besteht akuter Handlungsbedarf. Dabei geht es um die Autobahnbrücke an der A 96 bei Gilching, Ausfahrt Argelsried, und um die Brücke an der A 95 bei Neufahrn südlich des Starnberger Dreiecks.

Uwe Willberg ist in der Autobahndirektion Südbayern für die Brücken zuständig und sagt: „Es ist nicht die Normalität. Aber es sind singuläre Schäden.“ Bei der Brücke an der A 95 gebe es einen Riss an den Seitenwänden, Wasser laufe hindurch. „Das will man auf Brücken nicht haben, weil es langfristig zu größeren Schäden führen kann“, sagt Willberg. Aber da spreche man von einem Zeitraum von 20 Jahren.

Bei der Brücke an der A 96 geht es um Eisenrost. „Nicht schön, aber auch nicht dramatisch“, urteilt Willberg. Die Brücke aus dem Jahr 1965 hatte bislang die Zustandsnote 3 und ist nun abgerutscht. Für Hektik sorgt das bei der Autobahndirektion Südbayern aber nicht. „Man muss genau nachschauen, was der Schaden ist und wie man ihn am besten reparieren kann“, erklärt Willberg. Bei einzelnen Eisen etwa lohne sich keine ganze Instandsetzung. „So kann man nicht wirtschaftlich arbeiten. Man hat Schäden im Blick, rennt aber nicht bei jeder Kleinigkeit.“ Im Auge behalten müsse man die Situation aber natürlich. Alle sechs Jahre gibt es eine umfangreiche Prüfung, alle drei Jahre eine kleine. Der Schaden bei Gilching wird wohl beim anstehenden Ausbau auf sechs Spuren behoben.

Fällt der Schaden auf, versuchen die Experten, die Behebung mit anderen Arbeiten in der Nähe der Stelle in Verbindung zu bringen. Heißt: Der Schaden an der A 95 könnte 2017, 2018 oder unmittelbar danach behoben werden. Das hänge mit den Entwicklungen der Brücke am Autobahndreieck Starnberg zusammen, erklärt Willberg. Die soll weiterhin laut Plan um Ostern 2017 herum abgerissen werden. „Da sind wir gerade in der Abstimmung, was die Verkehrsumlegung angeht.“ 15 Varianten stehen zur Debatte (wir berichteten). Bis zum Herbst soll diese feststehen. 

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