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Partner: AZO-Finanzchefin Stefanie Herrmann, Geschäftsführer Prof. Johann-Dietrich Wörner, Minister Franz Josef Pschierer und ESA-Generaldirektor Thorsten Rudolph (v.l.). 

Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen

Die Start-up-Schmiede Bayerns

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In den vergangenen 13 Jahren hat das Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen 140 Start-up-Unternehmen bei der Gründung unterstützt. In den nächsten vier Jahren sollen 60 weitere Unternehmen dazukommen.

Gilching/Oberpfaffenhofen – Es ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: Seit 13 Jahren unterstützen das Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen (AZO) und die europäische Raumfahrtbehörde ESA junge Unternehmen beim Sprung in die Selbstständigkeit. 140 Start-ups sind seitdem in Rufweite zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstanden – vom Zwei-Mann-Betrieb bis zum börsennotierten Laser-Kommunikationsentwickler Mynaric. Weitere 60 sollen in den nächsten vier Jahren folgen. Dafür haben ESA-Generaldirektor Professor Johann-Dietrich Wörner und AZO-Geschäftsführer Thorsten Rudolph am Freitag eine neue Vereinbarung geschlossen. 1,5 Millionen Euro stellt die ESA dafür der vom AZO geleiteten Start-up-Schmiede mit dem etwas sperrigen Namen Business Incubation Center Bavaria (BIC) zur Verfügung.

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer war anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Oberpfaffenhofen. „Seit seiner Gründung hat das ESA BIC Bavaria mit finanzieller Unterstützung des Freistaats über 1800 Arbeitsplätze im High-Tech-Bereich geschaffen“, betonte er. Damit sei das Zentrum auch ein Vorbild für die deutsche Wirtschaft, weil es innovatives Denken fördere. Er lobte auch die Überlebensrate der von dem Gründerzentrum geförderten Start-ups, die bei über 90 Prozent liege.

AZO-Geschäftsführer Rudolph betonte, dass das Unternehmen für die zukünftige Generation von Start-ups der „Mission 2021“ mehr Platz brauche und die Infrastruktur modernisiert werden müsse. Auch ESA-Generaldirektor Wörner fokussierte sich auf die Zukunft. Und er gab einen Ausblick auf innovative Technologien der Raumfahrt wie selbst-heilende Systeme, Quantenverschränkung für sichere Kommunikation oder Produktion und Recycling im Weltall.

Wie sehr ihnen das Gründerzentrum geholfen hat, schilderten drei Unternehmen, die es dank ESA BIC Bavaria geschafft haben. Leopold Neuerberg, Mitbegründer des in München ansässigen Unternehmens building radar, war vor zweieinhalb Jahren das erste Mal im AZO. In seinem Unternehmen nutzt er Satellitentechnik, um weltweit Bauvorhaben ausfindig zu machen, Daten zu verifizieren und die Satellitenbilder dann an Baufirmen zu vermitteln, die wiederum Produkte für Bauvorhaben zur Verfügung stellen.

Dr. Knut Hartmann von der Seefelder Firma Eomap nutzt Satellitentechnik, um die Sicherheit in aquatischen Umwelten, also beispielsweise Küstenregionen, zu verbessern. Mithilfe von Satellitenbildern stellen er und seine 19 Mitarbeiter Datensets zusammen, mit denen zum Beispiel Tsunamis oder Stürme modelliert werden können. Dr. Markus Knapek. Direktor von Mynaric, zeigte, wie sein Unternehmen mit Laserkommunikationstechnologien globale Kommunikationsprobleme löst. Die in Gilching ansässige AG hat ein Verfahren entwickelt, um eine Technologie für den weltweiten Internetausbau zu nutzen, die bereits vom Militär und in der Weltraumforschung genutzt wird.

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