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39 Taten aufgeklärt!

Blutspur an Tatort in Gilching führt zu Serieneinbrecher

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Gilching - Der eine Einbruch am 6. Februar in ein Schreibwarengeschäft in Gilching war offenbar zu viel. Ein kleiner Blutfleck führte die Polizei auf die Spur eines Serieneinbrechers (45), dem nunmehr 39 Taten zur Last gelegt werden.

Anfang April wurde der aus Ungarn stammende Mann in München festgenommen. Der Erfolg ist auch auf die akribische Spurensicherung einer Ermittlungsbeamtin der zuständigen Polizeiinspektion Germering am Tatort in Gilching zurückzuführen.

„Der festgenommene Einbrecher hatte bei seinen insgesamt 39 Taten eine eindeutige Handschrift hinterlassen, denn er warf jedes Mal einen massiven Pflasterstein durch die Schaufensterscheibe von Lottogeschäften“, berichtet der stellvertretende Inspektionsleiter Andreas Ruch. Die Steine waren meist 40 mal 40 Zentimeter groß.  Innerhalb von acht Monaten stahl er bei seinen Beutezügen in München und Umgebung Zigaretten im Wert von 40.000 Euro. 

Auch bei dem Einbruch in das Gilchinger Lottogeschäft bestand seine Beute aus Zigarettenstangen. Wert der Beute damals: etwa 500 Euro. Und auch in Gilching hatte der 45-Jährige einen Pflasterstein in das Schaufenster geworfen und war durch das entstandene Loch in das Geschäft eingestiegen.

Dabei, so Ruch, zog er sich jedoch eine Verletzung am Bein zu. Auf dem Teppich tropfte ein kleiner Blutfleck. Den entdeckte die Germeringer Beamtin und schickte die Spur nach entsprechender Sicherung zur Untersuchung in das Landeskriminalamt nach München - daraus konnte die DNA des Täters, also der genetische Fingerabdruck, gewonnen werden. Das entsprechende Gutachten ergab, dass das Blut von einem bereits polizeibekannten 45-jährigen Ungarn stammte, der aufgrund des Modus Operandi mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für die Taten in München verantwortlich war. 

So wussten die Kollegen des zuständigen Münchner Einbruchskommissariats bereits vorab, mit welchem Täter sie es bei ihren Fällen offensichtlich zu tun hatten, ehe die Festnahme des Serieneinbrechers aufgrund eines stillen Alarms in einem Kiosk in der Waldfriedhofstraße in Großhadern Anfang April erfolgte. Ruch: „Aufgrund seiner in Gilching festgestellten DNA war die Beweislast gegen den festgenommen Ungarn ziemlich eindeutig, so dass er die 39 Taten bei seiner Vernehmung auch einräumte.“

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