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Ungeliebte Funkmasten.

Bürgerversammlung Geisenbrunn

Mehr Bürger, Asyl und ein neuer Funkmast

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Gilching - 40 neue Mitarbeiter,  eine Einwohnerzahl, die an der 19000er-Grenze kratzt und dazu das Thema Flüchtlingsbetreuung - die Gemeinde Gilching muss große Aufgaben meistern. Bürgermeister Manfred Walter legte bei der Bürgerversammlung in Geisenbrunn nicht weniger als 95 Folien auf. Am längsten wurde aber über einen neuen Funkmast diskutiert.

Gilching wächst und wächst. Das bedeutet nicht nur mehr Menschen im Norden des Landkreises, sondern auch mehr Herausforderungen. 60 Gäste waren am Mittwochabend ins Freizeitheim gekommen, Manfred Walter hatte für die Ortsteilversammlung Argelsried und Geisenbrunn 95 Folien vorbereitet.

„Wenn die Entwicklung so weitergeht, haben wir sehr bald die 19 000 erreicht“, sagte der Bürgermeister über den Bevölkerungszuwachs, der in den vergangenen Jahren stets 200 bis 300 Bürger pro Jahr ausmachte. Ein Wohngebiet für 1500 Menschen auf der Glatze wird erneut für einen wachsenden Bedarf an Kinderbetreuung sorgen. 40 neue Mitarbeiter habe Gilching jüngst für die diversen neuen Einrichtungen einstellen müssen, was eine jährliche Belastung von zusätzlich rund zwei Millionen Euro ausmache.

Damit einhergehend müsse auch die Infrastruktur verbessert, Gewerbe gefördert und das neue Rathaus (rund 17 Millionen Euro) finanziert werden, so Walter. Ebenfalls habe sich die Gemeinde um die bis zum Jahresende 594 unterzubringenden Asylbewerber zu kümmern. Wann genau die bereits seit Dezember stehende Traglufthalle beziehbar sei, stehe noch nicht fest. Für die Containeranlage auf dem Gelände der Straßenmeisterei gebe es nun einen Bebauungsplan (geplante Fertigstellung bis Ende 2016). Eine weitere Containeranlage soll an der Weßlinger Straße entstehen. Dazu sucht das Landratsamt in Gilching einen weiteren Standort für eine Halle für weitere rund 150 Flüchtlinge. Da der Schuldenberg (Ende 2015: rund 20,7 Millionen Euro) größer geworden ist, werden Gewerbe- und Grundsteuer sowie Gebühren für Kinderbetreuung angehoben.

Am längsten diskutierten die Geisenbrunner über einen Funkmasten zwischen dem Ortsteil und der Autobahn. Die Anlagen von zwei Mobilfunkbetreibern mussten von einem Hochspannungsmasten abmontiert werden, weil der Pachtvertrag auslief. Die Gemeinde stellte nun ein benachbartes Grundstück an der Griesbergstraße für einen neuen, rund 40 Meter hohen Masten zur Verfügung. Verträge mit zwei Anbietern seien bereits abgeschlossen, mit einem weiteren stehe man in Verhandlung.

Einigen gefiel der Standort nicht, anderen die Optik, wieder andere kritisierten zu erwartende Strahlung oder dass die Bürger nicht einbezogen worden seien. Walter: „Wir sind als Gemeinde verpflichtet, für Einnahmen zu sorgen, und bevor private Dächer näher im Ort mit diesen Anlagen versehen werden, haben wir dieses Grundstück zur Verfügung gestellt.“ Auf die Frage eines Bürgers, ob das so schnell habe passieren müssen, antwortete der Bürgermeister: „Ja, weil Sie weiter mit dem Handy telefonieren wollen.“

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