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Mehr als 250 Menschen besuchten die Bürgerversammlung in Gilching. Bürgermeister Manfred Walter (l.) und Planer Stefan Lindner stellten unter anderem die Planung zur Westumfahrung vor.  

Bürgerversammlung

Röchnerknoten und sieben Brücken

Anwohner der Landsberger Straße befürchten Chaos währen des Baus der Gilchinger Westumgehung. 

Gilching – Dieser Ohrwurm von Peter Maffay ist unvergessen, und am Mittwochabend, bei der Bürgerversammlung in Gilching, passte er einfach zum Thema: „Über sieben Brücken musst du gehn – um die künftige Entlastungsstraße zu passieren“, sagte Bürgermeister Manfred Walter. Ganz klar: Zur Einweihung in gut zwei Jahren wird auch Rockstar Peter Maffay eingeladen. Die gut 250 Zuhörer im Saal des neuen Rathaus klatschten begeistert.

Schwerpunktthema bei der Bürgerversammlung im Saal des neuen Rathauses war die Westumgehung. Durch sie soll das Ortszentrum von Gilching, seit über 30 Jahren vom Durchgangsverkehr geplagt, entlastet werden. Bevor Stefan Lindner vom Ingenieurbüro Wagner in München den Bürgern Rede und Antwort stand, hielt Walter Rückblick auf das zurückliegende Geschäftsjahr.

Gleich zu Beginn musste er feststellen, dass der Saal mit seinen 210 Sitzplätzen schon zu klein ist – am Mittwoch jedenfalls mussten sämtliche Türen zum Foyer geöffnet und weitere Stühle beschafft werden. „Ich freue mich über das große Interesse. Wir werden wohl im nächsten Jahr wieder in die Aula der Arnoldus-Grundschule gehen“, sagte Walter. Im Schnelldurchlauf stellte er die wichtigsten Projekte und Investitionen aus dem Jahr 2017 vor. Auch Lindner behandelte lediglich die Eckpunkte der geplanten Westumgehung, um den Bürgern Zeit für Fragen zu lassen. Anhand aktueller Pläne führte er aus, wo sich die Unterführungen auf der 4,7 Kilometer langen Trasse befinden. Baubeginn ist voraussichtlich am 3. April.

In punkto Unterführungen meldete sich eine Rollstuhlfahrerin zu Wort, die auch weiterhin die gegenüberliegenden Spazierwege nutzen möchte. „Lassen sich die Unterführungen mit dem Rollstuhl oder aber auch für ältere Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, bewältigen?“ Die Sorge sei unbegründet, erklärte Lindner. Die Steigung mache höchstens vier bis sechs Prozent aus.

Diskussionen gab es über den Röchnerknoten bei der Autobahn-Ausfahrt Neugilching. Dort endet auch die Umgehung. Statt des ursprünglich geplanten Kreisels soll nun eine moderne Ampelanlage den Verkehr regeln. Anwohner der Landsberger Straße befürchten, dass der Verkehr insbesondere während der Bauphase innerörtlich chaotisch wird. „Ich nehme an, dann gibt es für uns kein Durchkommen mehr“, sagte ein Anwohner. „Der Verkehr wird während dieser Zeit nicht weniger werden, das ist richtig. Wir versuchen aber alles, um ihn optimal zu regeln“, sagte Lindner. Die Anwesenden informierten sich noch zum Thema Lärmschutz, dem Rückbau der Römerstraße – der steht als Thema auf der Tagesordnung des Gemeinderats am 5. Dezember – und auch über den neuen Kulturbahnhof, der wie berichtet deutlich teurer wird als geplant.

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