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Viel Kraft kostete Christina Kautzner (15) die Route im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. Doch die Gilchingerin konnte zwei Rastpositionen sehr gut nutzen und sich bis ins Finale vorkämpfen. 

Klettern

Kautzner lässt Kletterelite aufhorchen

Damit hatte Christina Kautzner selbst nicht gerechnet: Die 15-jährige Gilchingerin hat bei den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen im Seilklettern den hervorragtenden fünften Platz erreicht.

Gilching – Es war der letzte Wettkampf einer langen Kletter-Saison. Die 15-jährige Gilchingerin Christina Kautzner zeigte sich bei der Deutschen Meisterschaft in Darmstadt aber keineswegs ermüdet. Im Gegenteil: Kautzner gelang im Lead, dem Seilklettern, ein herausragender fünfter Platz. Nach dem Wettkampf berichtete sie erleichtert: „Coole Routen, mega Stimmung. Ich hatte so viel Spaß dabei und bin natürlich mega happy über mein Resultat.“

Bis dahin war es ein spannender Weg. In der seit Wochen ausverkauften Kletterhalle war die gesamte deutsche Kletterelite am Start, alleine bei den Damen zehn Nationalkaderathletinnen. Ab 9.15 Uhr mussten die Damen zwei Qualifikationsrouten im oberen neunten Grad bewältigen. In der ersten Route scheiterten mehr als 15 Damen an einem kniffligen Sprung. Kautzner bewältigte ihn und konnte sich hier den vierten Platz sichern. In der sehr kraftraubenden zweiten Route taktierte die Gilchingerin: Es ging „nur“ um den Einzug ins Halbfinale der besten 26 Starterinnen, Platz acht reichte ihr im zweiten Durchgang. Damit zog sie als Sechstplatzierte ins Halbfinale ein. Um 14 Uhr begann das Halbfinale mit einer sehr anspruchsvollen Route, die durch ein waagerechtes Dach führte. Hier war also Kraftausdauer gefragt. Kautzner klettere hier sehr intelligent und nutze zwei Rastpositionen optimal. Dadurch konnte sie dann im anstehenden Überhang alles geben und sicherte sich mit der Wertung 43 den überraschenden Finaleinzug auf Platz sieben. Sieben Nationalkaderathletinnen blieben hinter Kautzner. Mit diesem Finaleinzug der jüngsten Teilnehmerin hatte nicht einmal die Landestrainerin Ines Dull gerechnet, sie zeigte sich begeistert.

Nun hatten die Athleten eine recht lange Pause, das Finale begann um 20 Uhr. Die Finalroute der Damen hatte, ähnlich wie in der ersten Qualifikationsroute, auf halber Höhe einen Sprung eingebaut. Die erste Finalistin scheiterte an diesem. Die für die Sektion München und Oberland startende Kautzner klettere sehr flüssig und hoch fokussiert zu dieser Stelle. Hier galt es nun, die richtige Position an einem Untergriff für diesen Sprung zu finden. Optimal positioniert und mit entsprechender Dynamik gelang ihr dieser Sprung. Danach folgte eine Passage in einem 45-Grad-Überhang. Hier gelangen ihr noch einige Züge, einen Griff verpasst sie knapp.

Trotzdem war sie mit ihrer Leistung 37+ mehr als zufrieden – schließlich hatte sie ihr persönliches Ziel, unter die besten 15 zu kommen, schon längst erreicht. Dann begann das Warten, ob die weiteren Athletinnen diesen Sprung meistern würden. Alma Bestvater, Deutschlands beste Boulderin, folgte als nächste Finalistin. Bestvater setzte eine neue Bestmarke (42). Im Anschluss scheiterten die Fünft- und Zweitplatzierten an diesem Sprung – damit erreichte Kautzner den unerwarteten fünften Platz. Die Freisingerin Frederike Fell wurde Deutsche Meisterin. „Christina zeigte heute eine super Leistung und hat sich im Wettkampf richtig gut gesteigert. Die Vorbereitung in den Herbstferien mit einer Woche klettern am Fels in Osp (Slowenien, Anm. d. Red.) hat sich ausgezahlt“, sagte Landestrainerin Dull. Als Mitglied des Bayernkaders hatte Kautzner, die bisher so gut wie keine Erfahrung am Fels vorweisen konnte, dort ihre erste 7c+ geklettert.

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