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Jessica Libbertz im Krankenhaus! Ärzte mussten schnell handeln

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Schülerin mit Mund-Nasen-Maske im Unterricht.
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Einen bestätigten Corona-Fall gibt es an der Q12 des CPG, nun ist die ganze Stufe in Quarantäne. (Symbolbild)

Schule ist gut vorbereitet

Wegen eines einzigen Corona-Falls: Ganzer Abi-Jahrgang muss in Quarantäne

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Jetzt hat es das Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching erwischt: Wegen eines einzigen Corona-Falls in der Q12 muss der komplette Abitur-Jahrgang zu Hause bleiben.

  • Ein Schüler aus der Q12 des Christoph-Probst-Gymnasium Gilching hat Corona
  • Jetzt muss die gesamte Abi-Jahrgangsstufe für zwei Wochen in Quarantäne.
  • Auch in Krailling gab es einen positiven Test - im Kollegium

Gilching/Krailling – Eine Ansteckung mit weitreichenden Folgen: Ein Schüler des Christoph-Probst-Gymnasiums (CPG) in Gilching hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben von Schulleiter Peter Meyer befinden sich alle 150 Schüler der Jahrgangsstufe Q12 deswegen seit Montag für zwei Wochen in Quarantäne. Vorsichtshalber sind auch sechs Lehrer zu Hause geblieben.

Der junge Mann aus dem westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck erfuhr am Wochenende von dem positiven Testergebnis. Er hat sich nach Angaben des dortigen Landratsamtes in der Familie angesteckt. Der Vater habe die Nachricht am Sonntag über das Schulportal im Internet an die Schulleitung übermittelt, berichtet Meyer auf Anfrage des Starnberger Merkur. „Dann wurde die Maschinerie in Gang gesetzt“, sagt er.

Positiver Corona-Fall in Gilching: Ganzer Abi-Jahrgang muss in Quarantäne

Das CPG informierte die gesamte Schulfamilie über die Situation und übermittelte den Landratsämtern die Kontaktdaten aller Schüler und Lehrer, die mit dem angehenden Abiturienten in den Tagen zuvor Kontakt hatten. Das Ergebnis ist ernüchternd. Weil die Zwölftklässler nur noch in Kursen und nicht mehr in festen Klassen unterrichtet werden, trifft es den gesamten Jahrgang, der im nächsten Frühjahr sein Abitur am CPG machen will.

Die 150 Schüler müssen nun bis 16. Oktober zu Hause bleiben. „Die Unterrichtsmaterialien werden in unserer eigenen Schul-Cloud hochgeladen“, erklärt Meyer, wie der Unterricht nun zwei Wochen lang laufen soll. Darüber hinaus werde es Videokonferenzen mit den Schülern geben. Dafür nutzt das CPG das System „Big Blue Button“, wie Meyer erklärt. Die Schule habe sich aus Datenschutzgründen explizit gegen das weitverbreitete MS Teams entschieden. „Damit sind wir auf der sicheren Seite“, sagt der Schulleiter.

Corona-Fall am CPG in Gilching: Lehrer lassen sich testen

Auswirkungen hat der Corona-Fall auch auf andere Jahrgangsstufen an der mit 1400 Schülern größten Schule des Landkreises. Da der Schüler der Q12 zuletzt sechs verschiedene Kurse besucht hat, lassen sich auch diese sechs Lehrer testen. Zwar hat das Landratsamt für sie keine 14-tägige Quarantäne angeordnet, das CPG geht aber auf Nummer sicher. „Die Lehrkräfte sollen so lange zu Hause bleiben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt“, sagt Meyer. Weil sich völlig unabhängig von Corona am Montagmorgen noch sieben weitere Lehrer krankgemeldet haben, ist die Personalsituation an dem Gymnasium derzeit deutlich angespannt.

Als Reaktion auf den Corona-Fall hat das CPG gestern gleich eine technische Maßnahme ergriffen. Eine Fachfirma sei gekommen und habe die Lüftungsanlage nachjustiert, erklärt Meyer. „Sie ist jetzt auf höchste Kapazität gestellt, um die Frischluftversorgung in Klassenräumen noch weiter zu verbessern.“ Ohnehin werde das Hygienekonzept ständig überprüft und gegebenenfalls optimiert. So gebe es beispielsweise auch kleinere Änderungen im Bereich der Mensa, damit nicht zu viele Schüler gleichzeitig zum Essen gehen. „Die Mechanismen funktionieren“, sagt Meyer.

Auch an der Grundschule Krailling gibt es einen Corona-Fall - im Kollegium

Einen Corona-Fall gibt es derweil auch an der Grundschule in Krailling. Wie Landratsamtssprecher Christian Kröck erklärt, ist dort die Klassenlehrerin einer zweiten Klasse positiv auf das Virus getestet worden. Auch sie befindet sich nun in Quarantäne. Das gleiche gilt für die 22 Kinder ihrer Klasse und eine weitere Zweitklässlerin, die im Förderunterricht Kontakt zu der Lehrerin hatte. Sie alle müssen bis 12. Oktober zu Hause bleiben – ebenso zwei weitere Lehrkräfte, die engeren Kontakt zu der Kollegin hatten. Alle haben sich bereits testen lassen – mit negativem Ergebnis, wie Kröck betont.

Auch ein Schüler der Grundschule Dachau-Ost ist am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. 58 Personen sind als Kontaktpersonen nun in Quarantäne, wie das Landratsamt am Freitag mitteilte.

ps

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