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Ein „Quarantänchen“ für die Quarantäne

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Von: Hanna von Prittwitz

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Engel, Glücksschweinchen, Schneemänner und mehr: Christiane und Sascha Reiner mit ein paar Beispielen aus der Bastelbox „Das kleine Quarantänchen“.
Engel, Glücksschweinchen, Schneemänner und mehr: Christiane und Sascha Reiner mit ein paar Beispielen aus der Bastelbox „Das kleine Quarantänchen“. © Andrea Jaksch

Christiane Reiner aus Gilching ist kreativ, seit sie denken kann. Jetzt will sie Kindern die Zeit der Quarantäne verkürzen. Mit einem niedlichen Monster „Quarantänchen“ und einer Bastelbox.

Gilching – Im Wohnzimmer der Familie Reiner möchte man sofort wieder Kind sein. In der Bastelecke steht alles bereit, Federn, aufklebbare Wackelaugen in allen Größen, Stifte, Kleber, buntes Papier, Filz, Moosgummi, gesammelte Klopapierrollen und und und. Der Fundus ist riesig. Keine Frage, hier lebt jemand, der weiß, wie man sich beschäftigt. Kreativität ist auch das beste Mittel, um die Zeit in der Quarantäne zu überstehen, die gerade Kindern in diesen Wochen immer wieder droht. Das ist der Grundgedanke für das Bastelset „Das kleine Quarantänchen“, das Christiane Reiner auf Bestellung zu den Kindern nach Hause bringt.

„Ich habe immer schon gebastelt“, sagt Reiner über sich. Und Geschichten geschrieben, und gemalt. Kein Wunder, dass die 50-Jährige in der kreativen Szene in Gilching bekannt ist wie ein bunter Hund. Denn sie gibt natürlich Bastel- und Malkurse und lädt regelmäßig zum Schreibtreff. Obwohl das alles seit Corona online stattfindet, reißen die Fäden nicht ab, im Gegenteil.

Die Idee zum „Quarantänchen“ entstand über die Anfrage einer Freundin, die vermutlich nicht ganz so gut ausgestattet war wie die Reiners, was Bastelmaterialien angeht. Ganz ehrlich scheitert das Basteln doch immer daran, dass irgendetwas fehlt, oder der Klebstoff vertrocknet ist. Also stellte Christiane Reiner Bastelboxen zusammen – unterstützt von ihrem Mann Sascha (44), der von der Idee ebenfalls begeistert war. Die ersten acht „Quarantänchen“ hat Christiane Reiner nun schon ausgeliefert. Sie werden individuell zusammengestellt nach Alter des Kindes und Interessen. „Das ist natürlich der Vorteil zu Online-Bastelkursen, in denen alle gemeinsam das gleiche basteln“, sagt Christiane Reiner. Die Eltern können sich per E-Mail an christiane.reiner@web.de melden, und dann kann es losgehen. Die Boxen kosten zwischen 15 und 20 Euro und sind auf Wunsch so konzipiert, dass die Kinder alleine arbeiten können. Das ist auch das Prinzip der Online-Bastelkurse. Auf die Dauer soll aus dem „Quarantänchen“ ein kleiner Charakter werden, der natürlich nicht nur in der Quarantäne Kreativität in die Häuser bringt.

Christiane Reiner wurde in Mainz geboren und lebt seit etwa zehn Jahren mit Ehemann Sascha, Controller, und Sohn Jurij (7) in Gilching. Bevor Jurij geboren wurde, arbeitete die gelernte Kosmetikerin in einem Münchner Telefonbuchverlag. „Ideen habe ich immer“, sagt Christiane Reiner. „Das ist Fluch und Segen zugleich. Weil sie mich nie in Ruhe lassen.“ Ehemann Sascha und Sohn Jurij profitieren von ihrer kreativen Partnerin und Mama auf ganzer Linie: An den Wänden hängen schöne Bilder von Christiane Reiner, und die Adventskalender sind natürlich auch nicht gekauft. Dass sie anderen mit ihren vielen Einfällen eine Freude macht, das ist überhaupt die treibende Kraft bei der 50-Jährigen. „Ich mache das nicht für mich, sondern für die Kinder.“

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