Klassenfoto mit Richtkrone und Minister (v.l.): Weßlings Bürgermeister Michael Sturm, Florian Seibel (Quantum) Dagmar Schuller (Audeering), Investor Oliver Soini, Entwickler Günter Berlo, Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig, Jens Borgschulte (Vorstand des Bauunternehmens Züblin), Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Asto-Chef Ekkehart Fabian, Finanzminister Albert Füracker, Altlandrat Karl Roth, Landrat Stefan Frey, Manfred Herz (Gewerbereferent Gilching), Gilchings Vizebürgermeister Martin Fink und Asto-Chef Dr. Bernd Schulte-Middelich.
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Klassenfoto mit Richtkrone und Minister (v.l.): Weßlings Bürgermeister Michael Sturm, Florian Seibel (Quantum) Dagmar Schuller (Audeering), Investor Oliver Soini, Entwickler Günter Berlo, Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig, Jens Borgschulte (Vorstand des Bauunternehmens Züblin), Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Asto-Chef Ekkehart Fabian, Finanzminister Albert Füracker, Altlandrat Karl Roth, Landrat Stefan Frey, Manfred Herz (Gewerbereferent Gilching), Gilchings Vizebürgermeister Martin Fink und Asto-Chef Dr. Bernd Schulte-Middelich.

Asto-Park

Ein Standort, an dem Fiktion Realität wird

  • Peter Schiebel
    VonPeter Schiebel
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Großer Bahnhof im Gewerbegebiet Gilching-Süd: Im Beisein von Bayerns Finanzminister Albert Füracker feierte die Asto-Gruppe am Donnerstagnachmittag Richtfest für das Projekt „Mäander“. Ein Jahr vor Fertigstellung sind bereits 80 Prozent des Hightech-Gebäudes vermietet.

Gilching – Das war eine Einladung so ganz nach dem Geschmack eines Finanzministers. „Es ist ein Fest, wenn ein Unternehmen etwas baut, etwas macht, etwas unternimmt“, sagte Albert Füracker am Donnerstagnachmittag beim Richtfest für den „Mäander“, das neueste Projekt der Asto-Gruppe im Gilchinger Gewerbegebiet Süd. Gut ein Jahr nach dem Spatenstich hatten die Asto-Chefs Dr. Bernd Schulte-Middelich und Ekkehart Fabian wieder auf die Baustelle eingeladen, um diesen wichtigen Meilenstein zu feiern.

„So ganz wohl war uns vor einem Jahr nicht“, bekannte Schulte-Middelich mit Blick auf die Pandemie. Die Entscheidung habe sich aber als richtig herausgestellt. Wie berichtet, sind 80 Prozent der 25 000 Quadratmeter Nutzfläche in dem viergeschossigen Gebäude bereits vermietet – ein gutes Jahr vor der für Ende 2022 geplanten Fertigstellung. Neben dem Drohnen-Hersteller Quantum Systems und dem Sonden-Spezialist Vectoflow werden auch die Asto-Gruppe selbst und zwei weitere Unternehmen in den Neubau einziehen. Welche das sind, will Asto noch nicht mitteilen, wie Fabian auf Anfrage sagte. Auch die aktuelle Investitionssumme ist unbekannt, vor einem Jahr war von 52 Millionen Euro die Rede.

Minister Füracker lobte die Asto-Chefs am Donnerstag über den grünen Klee. „Investitionen in Arbeitsplätze sind der Anfang unseres Wohlstands“, betonte er. Und dafür brauche es Menschen, die bereit seien zu investieren. „Es ist bewundernswert, was Sie erreicht haben“, sagte Füracker mit Blick auf mehrere tausend Arbeitsplätze und Investitionen von 240 Millionen Euro durch Asto rund um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Das sei „eine Erfolgsgeschichte“, sagte Füracker.

CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig prägte den Begriff vom „Gilchicon Valley“ in Anlehnung an das Silicon Valley in Kalifornien. Die angesiedelten Firmen gehörten zur „technologischen Elite“, sagte sie. Landrat Stefan Frey sprach von einem „fantastischen Ereignis“. Das Projekt zeige zudem, dass es gelingen könne, wirtschaftliche Innovation und Fortschritt mit Natur und Umwelt zu verbinden. Es sei ihnen wichtig, „das Maß der Flächenversiegelung zu begrenzen“, sagte Schulte-Middelich. Er verwies zudem auf 100 E-Ladepunkte im Mäander, auf die Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk im Gewerbegebiet und auf den für 2022 geplanten Start des Geothermie-Projekts. Zusammen mit den Partnern Strabag und Erdwerk will die Asto-Gruppe auf einem Grundstück am Flughafen Bohrungen für die erste Dublette vornehmen, also den Grundbaustein für die geothermische Strom- und Wärmeerzeugung. Sie soll 14 Megawatt leisten und 30 000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Viel Lob zollten den Bauherren auch Mieter und Partner. Von einer „exzellenten Zusammenarbeit seit Jahren“ sprach Gilchings Gewerbereferent Manfred Herz. Dagmar Schuller, Gründerin der Firma Audeering, die im Bereich Künstliche Intelligenz angesiedelt ist, lobte Umfeld und Klima. „Innovation ist hier nicht nur eine Fiktion, sondern wird im Asto-Park Realität“, betonte sie und schwärmte vom „absolut idealen Standort“, an dem ihr Unternehmen „von zweieinhalb auf 80 Mitarbeiter“ angewachsen sei. Auch Quantum-Geschäftsführer Florian Seibel lobte den Standort. Binnen eines Jahres habe sich die Mitarbeiterzahl des Unternehmens „von 60, 70 auf jetzt 110“ erhöht, sagte er. Im dritten Stock des Mäander bekommt das Unternehmen übrigens einen eigenen Start- und Landeplatz für seine Drohnen.

Kein Wunder, dass der aus der Oberpfalz stammende Minister Füracker die Asto-Chefs einlud, auch in seiner Heimat aktiv zu werden. „Wenn es für Sie keinen Platz mehr rund um den Starnberger See gibt, würden sich in der Oberpfalz einige Menschen dafür interessieren.“ Der Wunsch dürfte unerhört bleiben. „Es gibt noch Flächen im Landkreis, die wir entwickeln können“, sagte Schulte-Middelich. Asto arbeitet unter anderem an der Entwicklung von Gewerbegebieten in Schorn und Gauting.

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