Auch die Servicestelle im Kletter- und Boulderzentrum wurde komplett auf den Kopf gestellt. Kein Buch steht mehr, wo es war. An den technischen Geräten hatten die Einbrecher offenbar kein Interesse, die ließen sie zurück. Foto. DAV/C-Lucas

Polizeibericht

200-Kilo-Tresor mitgenommen

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Gilching - Was haben Einbrecher in einer Kletter- und Boulderhalle zu suchen? In Gilching suchten sie Geld und schleppten schließlich einen kompletten 200-Kilo-Tresor weg.

Viele gehen nach der Arbeit ins Kletterzentrum statt ins Fitness-Studio. Die Gilchinger Halle vom DAV ist seit zehn Jahren ein beliebter Treffpunkt für sportliche Menschen. An Heiligabend schauten auch Einbrecher vorbei. Diese machten sehr viel kaputt und waren ebenfalls durchaus sportlich: Sie ließen einen 200 Kilogramm schweren Tresor mitgehen.

Padmi Weiß ist seit 2011 Betriebsleiterin in der Einrichtung an der Frühlingsstraße in Gilching. Niemals hätte sie gedacht, dass Einbrecher ausgerechnet in eine Kletterhalle einbrechen. Im Gebäude und auf dem Gelände gibt es ja eigentlich nichts außer Kletterwänden – mal höher und mal weniger hoch. Und Ausrüstung, aber daran hatten die Diebe offenbar überhaupt kein Interesse.

Wie die Polizei mitteilt, wendeten die Eindringlinge massive Gewalt an, um überhaupt in die Kletterhalle zu gelangen. Sie brachen das zwei Meter hoch Stahldraht-Tor auf und hebelten die Glasmetalltür am Haupteingang auf. Innen blieb keine Tür unversehrt, alle wurden aufgebrochen, alles wurde durchwühlt. „Ich war schockiert, als ich das sah“, bekennt Padmi Weiß. Die Betriebsleiterin war am frühen Morgen des Heiligen Abends von einer Putzkraft informiert worden. Padmi Weiß rief dann sofort die Polizei, bevor sie selbst zur Halle fuhr und das ganze Ausmaß sah.

Die Einbrecher waren offenbar auf der Suche nach Bargeld und Wertgegenständen. „Sie haben alles durchwühlt, alle Räume durchsucht“, sagt Padmi Weiß. Den großen Fang konnten sie augenscheinlich aber nicht machen, es fehlt nur etwas Bargeld, so die Kripo, die die Ermittlungen übernommen hat. Großer Schaden entstand auch wegen des Tresors, den sich Betriebsleitung und Servicestation teilen, und den die Täter im ersten Stock fanden. 200 Kilo schwer ist das Monstrum und sicher nicht leicht zu bewegen. Entsprechend hoch ist auch der Schaden, der an der Treppe verursacht wurde. „Der Kletterbetrieb kann aber uneingeschränkt weiterlaufen“, versichert Padmi Weiß. Die Polizei beziffert den Schaden nach ersten Schätzungen mit 10 000 Euro. Die Betriebsleitung hat den Einbruch gleich über Sozialnetzwerke kommuniziert, „aber wir können eigentlich noch gar nichts sagen. Wir hoffen aber, dass man da irgendwas erreicht“, sagt Padmi Weiß.

Da die Einbrecher zum Abtransport des schweren Tresors ein Fahrzeug benutzt haben müssen, hofft die Polizei auf Hinweise. Der Tatzeitraum kann zwischen Mitternacht und 8.30 Uhr an Heiligabend eingegrenzt werden. Die Beamten können aber auch auf andere Spurten zurückgreifen: Schuhabdrücke zum Beispiel. Zeugen, die an oder im Umfeld des Tatorts während der angegebenen Zeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden. Sachdienliche Hinweise werden von der Kriminalpolizei unter der Rufnummer (0 81 41) 61 20 oder von jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen.

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