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Hier stand mal ein altes Lagerhaus: Mit den Abbrucharbeiten hat der Ausbau des Bahnhofs Gilching-Argelsried begonnen.

Bahnhof Gilching-Argelsried

Eine lang ersehnte Großbaustelle

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Es ist die nächste Großbaustelle: Die Deutsche Bahn hat mit dem Ausbau der S-Bahnstation Gilching-Argelsried begonnen. Nach jahrelangen Planungen wird der Bahnhof barrierefrei.

Gilching – Aufatmen in Gilching. Nach jahrzehntelangen Bemühungen um einen barrierefreien Ausbau des S-Bahnhof-Station Gilching-Argelsried sind nun die Bagger angerückt. Ruckzuck waren sowohl das alte Lagerhaus als auch die Holzrampe dem Erdboden gleichgemacht.

„Irgendetwas fehlt jetzt“, sagte Bürgermeister Manfred Walter bei der Besichtigung der neuen Baustelle. „Das Lagerhaus war für uns Kinder immer ein beliebter Treffpunkt, mit dem auch viele Erinnerungen verbunden sind.“ Welche Abenteuer genau gemeint waren, wollte der Rathauschef allerdings nicht preisgeben. Dennoch zeigt er sich zufrieden, dass „endlich mit dem Ausbau begonnen wurde und künftig unsere älteren sowie behinderten Bürger, aber auch Eltern mit Kinderwagen problemlos auf den Bahnsteig kommen“.

Derzeit finden tagsüber vorbereitende Arbeiten statt sowie vereinzelt Nachtschichten für die Kampfmittelräumer, teilte die Bahn mit. Zwischen 3. und 6. März wird es dann laut für die Anwohner. In diesem Zeitraum ist geplant, zum einen die Spundwände einzurammen sowie die Gleisanlagen zurückzubauen. Von bis zu 118 Dezibel ist die Rede, wenn die Spundwände befestigt werden.

Danach geht es bis Herbst Schlag auf Schlag. Die Restarbeiten wie die Herstellung von Außenanlagen und das Räumen der Baustelle sind laut Bahn zwischen 10. September und 30. Oktober vorgesehen. Der Zugverkehr geht während dieser Zeit fahrplanmäßig weiter. Zumindest sind laut Bahn bisher keine Einschränkungen bekannt.

Wie berichtet, erfolgt der barrierefreie Zugang über den Haupteingang. Zur Diskussion stand auch ein Zugang vom Herrschinger Weg aus. Dieser ist auch daran gescheitert, dass sich Bahn, Anlieger und Gemeinde über das Wie nicht einigen konnten. Die Anlieger befürchteten eine weitere Verschlechterung der ohnehin schon angespannten Verkehrssituation auf dieser Seite. Wegen geparkter Fahrzeuge ist der Herrschinger Weg oftmals nur einspurig befahrbar. Einige Autofahrer stellen ihre Fahrzeuge auch im Halteverbot oder auf den Stellplätzen der Anwohner ab. Im Falle des Ausbaus zur Barrierefreiheit könnte die Bahn dort aber einen Aufzug installieren, der den Zugang vom Herrschinger Weg aus noch attraktiver machen würde – was wiederum zu mehr Bewegung führt. Die Anwohner hatten schließlich noch vorgeschlagen, wenigstens den kleinen Park & Ride-Parkplatz direkt nach der Einfahrt in den Herrschinger Weg zu einer Anfahrtbucht umzubauen. Dies hatten die Verantwortlichen nicht gewollt.

Im Zuge des Ausbaus wird der Mittelbahnsteig samt Bahnsteigdach abgebrochen. Der neue Bahnsteig soll zwischen Gleis 2 und 3 auf einer Länge von 210 Meter errichtet werden. Der Zugang erfolgt über eine Rampe. Von Beginn an hatte die Gemeinde die Breite des Treppenaufgangs kritisiert: Fußgänger haben 1,60 Meter Platz – unzureichend, wie die Gemeinde findet, von Schildbürgerstreich war sogar die Rede. Eine Kostenbeteiligung, die unter Umständen an dieser Stelle auch eine andere Planung ermöglicht hätte, hatte die Gemeinde stets abgelehnt.

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