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Symbolbild

Aus dem Gerichtssaal

Fünf Jahre Haft für Drohung mit Eisenstange

Gilching – Zwei Männer aus Gilching müssen für Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht München II hat einen deutschen Koch (27) und einen türkischen Verkäufer (28) verurteilt, weil sie einen Bekannten gewaltsam zwingen wollten, eine Aussage zu Drogengeschäften zurück- und alle Schuld auf sich zu nehmen sowie 600 Euro für beschlagnahmtes Haschisch zu zahlen. Das ist versuchte räuberische Erpressung.

Angefangen hatte alles mit Drogenhandel. Der Koch dealte immer wieder mit Marihuana und Haschisch. Als die Polizei einen seiner Kunden mit Haschisch aufgriff, verpfiff dieser den 27-Jährigen. Der war so sauer darüber, dass er beschloss, ihm einen „Denkzettel“ zu verpassen. Deshalb rief er seinen 28-jährigen Spezl an. Gemeinsam gingen sie zu der Gilchinger Wohnung des Kunden, den der 27-Jährige auf die Terrasse drängte. Dort wartete schon der 28-Jährige mit drei vermummten Personen – und einer Eisenstange. Gemeinsam schüchterten sie den Kunden ein. Der 28-Jährige setzte ihm die Eisenstange auf die Brust und drohte: Wenn er die Aussage bis zum Folgetag nicht zurückziehe, würde ihm und seiner Familie etwas passieren.

Nun muss der 28-Jährige wegen versuchter schwerer – das heißt mit Waffengebrauch – räuberischer Erpressung für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Der 27-Jährige erhielt wegen Drogenhandels, Körperverletzung und einfacher versuchter räuberischer Erpressung eine Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten. Wegen Beihilfe mitangeklagt war eine Kinderpflegerin (26) aus Gilching. Das Verfahren gegen sie wurde wegen geringer Schuld eingestellt.  gut

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