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Hoher Krankenstand beim Personal: Das Haus des Kindes in Gilching. 

Haus des Kindes

Personalnot: Eltern sauer auf Gemeinde

Zu einer Krisensitzung trafen sich am Dienstag Gilchings Bürgermeister Manfred Walter und rund 70 Mütter und Väter, deren Nachwuchs im Haus des Kindes am Fraunwiesenweg betreut werden. Die Eltern werfen der Kommune mangelndes Engagement in puncto Personalsuche vor.

Gilching – Wie berichtet, war geplant, die Öffnungszeiten im Haus des Kindes am Nachmittag vorübergehend um eineinhalb Stunden zu verkürzen. Grund ist der ungewöhnlich hohe Krankenstand innerhalb des Betreuer-Teams. Die Maßnahme konnte abgewendet werden, da Springer aus anderen gemeindlichen Einrichtungen seit Montag den Nachmittagsdienst übernehmen.

Während Bürgermeister Manfred Walter versicherte, alles Menschenmögliche getan zu haben, um Personal zu finden, beklagte Bernd Zeilmair vom Elternbeirat, dass die Werbekampagnen veraltet seien. „Heute inseriert man nicht mehr nur über Tageszeitungen. Es müssen alle modernen Medien genutzt werden, um Personal zu finden.“ Er bedauerte auch, dass die Krisensitzung zu spät angesetzt worden sei. „Man hätte bereits vor der Notlösung mit uns reden und beraten sollen, was zu tun ist. Ich habe außerdem angeboten, bei der Stellenausschreibung behilflich zu sein. Dies wurde abgelehnt.“ Am meisten habe ihn geärgert, so Zeilmair, dass Geschäftsstellenleiter Stefan Amon argumentiert habe, „dass Stellenausschreibungen so schon seit 50 Jahren gemacht werden“, und dass dies bisher immer funktioniert habe. „Er hat wohl nicht mitbekommen, dass wir im digitalen Zeitalter angekommen sind“, sagte Zeilmair. Dennoch hatte sich der Werbefachmann die Mühe gemacht, eine Liste mit digitalen Portalen zusammenzustellen, die er dem Bürgermeister in die Hand drückte. „

„Wir sind auch nicht glücklich über die Situation, aber froh, eine Notlösung gefunden zu haben“, sagte Walter gestern auf Anfrage. Aufgrund der Liste mit den Portalen solle nun nochmals eine Stellenausschreibung im Internet geschaltet werden. „Versprechen tue ich mir davon nicht viel, der Markt ist leer gefegt. Es geht auch anderen Einrichtungen nicht besser.“ Grundsätzlich müsse das Augenmerk auf weitere Möglichkeiten zur Unterbringung von Krippen- und Kindergartenkindern gelegt werden. Walter: „Wir haben eine Warteliste von 50 Kindern. Da ist der Zuzug junger Familien noch gar nicht mitgerechnet.“ Die Auswertung der Stellenausschreibung soll bei einem nächsten Treffen mit den Eltern in etwa drei Wochen erörtert werden.

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