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So stellen sich die Planer das Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz vor. 

Es geht ums Gautinger Gewerbegebiet

Verein Fluglärm fordert: Gilching soll sich klar bekennen

Der in Gilching ansässige Verein Fluglärm macht mobil gegen das von Gauting geplante Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz.

Gilching – Nachdem er sich im Mai bereits an den Regionalen Planungsverband gewandt hatte, appelliert Vorsitzender Rudolf Ulrich nun in einem offenen Brief an Bürgermeister Manfred Walter, umgehend eine Stellungnahme auf den Weg zu bringen. Für die Sitzung des Gemeinderats am morgigen Dienstag (19 Uhr, Rathaus) hat der Verein bereits einen Beschlussvorschlag formuliert.

Demnach soll die Gemeinde Gilching das etwa 75 Hektar große Gewerbegebiet der Nachbargemeinde generell ablehnen. Ulrich: „Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, sich gegenüber allen zuständigen Stellen für die Erhaltung dieses wertvollen Waldgebietes als Bannwald, Landschaftsschutz- und Wasserschutzgebiet sowie als Teil des regionalen Grünzuges einzusetzen.“ Als Begründung gibt Ulrich unter anderem „die hohe Bedeutung des Gebietes für das Landschaftsbild und für Erholungszwecke“ an, zumal dies im Jahr 2004 im Landschaftspflegerischen Begleitplan zur Planfeststellung für den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen „ausdrücklich verankert“ sei.

Außerdem weist Ulrich auf die Waldflächen im Unterbrunner Holz als Klimaschutz für Gilching hin. „Dies umso mehr, als die Bürger Gilchings bereits durch die Emissionen der nahen Autobahn und des Sonderflughafens stark belastet sind.“ Den Vorschlag der Gemeinde Gauting, als Ersatz für den Verlust der Waldflächen auf Gilchinger Flur Ausgleichsflächen im etwa neun Kilometer entfernten Buchendorf zu schaffen, könne den drohenden Verlust nicht ausgleichen.

Weiterhin führen die Fluglärmgegner ein bereits im Planfeststellungsbeschluss verankertes Baurecht mit 547 000 Quadratmeter Geschossflächen auf dem Sonderflughafen an. „Wesentliche Teile davon liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Gauting“, betont Ulrich. „Durch die Vermarktung dieser bereits versiegelten Flächen wird auch die Gemeinde Gauting steuerlich partizipieren. Die aus der zukünftigen Bebauung des Flughafenareals resultierenden Verkehrs- und sonstigen Belastungen jedoch werden maßgeblich die Bürger der Gemeinde Gilching zu tragen haben.“

SPD und Grüne unterstützen den Antrag, der morgen diskutiert werden kann, letzten Endes aber vom Haupt- und Bauausschuss beschlossen werden muss.  ph

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