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Die Linie X900 ist ein echtes Erfolgsmodell.

ÖPNV

Mehr Fahrten auf der Erfolgslinie X900

Wird die Expressbuslinie X900 zwischen Starnberg und Gilching zu einem Modell für den gesamten MVV? Der Verkehrsausschuss des Kreistages hat am Donnerstag eine Ausweitung des Taktes beschlossen.

Starnberg/Gilching– Die Expressbuslinie X900 von Starnberg nach Gilching und Fürstenfeldbruck mausert sich zum überregionalen Musterbeispiel und wird demnächst weiter ausgebaut. Selbst der MVV sei vom Erfolg der Linie, die an wenigen Haltestellen stoppt und daher schnell die S-Bahnhöfe verbindet, überrascht gewesen, sagte Verkehrsmanagerin Susanne Münstern gestern im Verkehrsausschuss des Kreistages.

Die Kreisräte sollten einer Ausweitung des Fahrplans zustimmen, denn inbesondere auf der Hanfelder Straße in Starnberg und in Gilching kommt es wegen Staus immer wieder zu Verzögerungen. Die haben mehrere Auswirkungen: Zum einen kommen FOS-Schüler zu spät in Fürstenfeldbruck an, zum anderen können die Fahrer ihre vorgeschriebenen Pausenzeiten nicht einhalten. Das Unternehmen hatte deswegen schon einen weiteren Fahrer eingesetzt, will dies jedoch dem Landkreis in Rechnung stellen – rund 30 000 Euro pro Jahr. Deswegen will der Kreis mit den Nutznießergemeinden Gilching und Starnberg gleich 100 000 Euro in die Hand nehmen und morgens und mittags auf einen 30-Minuten-Takt wechseln. Das erhöht nach Münsters Ansicht die Attraktivität der Linie weiter. Der Ausschuss stimmte zu, das letzte Wort hat der Kreisausschuss nächste Woche. Die Änderung soll dann ab Dezember gelten.

Das Modell, den Bus schnell zwischen den Orten fahren zu lassen und lieber Haltestellen auszulassen, hat sich bewährt. Nutzer berichten, bei manchen Touren gebe es keine freien Sitzplätze mehr. Rund 600 Fahrgäste nutzen pro Tag die Linie, das sind im Schnitt etwa 20 pro Bus. Vor allem erreiche die X900 Münster zufolge auch Einwohner, die sonst nicht regelmäßig Bus fahren: „Die Leute kaufen normale Fahrkarten, es sind nicht nur Zeitkartennutzer.“

Landrat Karl Roth ist höchst angetan von diesem Landkreisbus. Der Nachbar Fürstenfeldbruck arbeite an einer ähnlichen Linie nach Dachau, sagte er, und der MVV erwäge, mit solchen Buslinien einen Ring um München zu organisieren. Wichtig ist dabei, dass der Bus flott ist. Deswegen will Susanne Münster Wünschen aus Starnberg nach Stopps am Arbeitsamt und am Klinikum nicht einfach nachgeben. „Sonst machen wir den Expresscharakter kaputt“, mahnte sie. Es gebe Fahrgastbefragungen, die derzeit ausgewertet würden. Danach soll entschieden werden, ob es einen Stopp mehr geben soll, was unabhängig vom Fahrplanwechsel im Dezember auch mitten unterm Jahr möglich sei. Eine weitere Haltestelle wäre wohl möglich, zwei sind ausgeschlossen.

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