Fälle in Gilching und Gauting

Perfide neue Masche der falschen Polizisten

Die Gauner, die sich seit Monaten am Telefon als falsche Polizisten ausgeben, haben eine neue Masche. Die Kripo warnt eindringlich.

Gilching/Gauting – Die Welle von betrügerischen Anrufen falscher Polizisten reißt nicht ab. Aber es gibt eine neue Masche, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord nach mehreren Fällen in Gilching und Gauting warnte. Und diese Masche ist perfider als frühere Methoden.

Die Kripo beschreibt das Vorgehen so: „Bei den Telefonaten wurde erklärt, man hätte bei festgenommen Dieben eine Adressliste für bevorstehende Taten aufgefunden, auf der sich auch der Name des Angerufenen befinde. Da nun in der nächsten Zeit ein Einbruch zu befürchten sei, solle man seine Barschaft einem in Kürze vorbeikommenden Kollegen übergeben.“ Der freilich ist kein Polizist, sondern ein Gauner. Angerufen werden fast ausschließlich ältere Menschen; Ziel sei, Diebstähle oder Betrügereien anzubahnen und an für Straftäter wertvolle Informationen zu gelangen. In der Vergangenheit hat das auch schon funktioniert – Opfer wurde um Tausende Euro gebracht.

Fälle dieser Art gab es auch am Donnerstag in Gauting. „Die Bürger reagierten vorbildlich und beendeten umgehend die Telefongespräche“, erklärte Polizeichef Ernst Wiedemann.

Die Polizei gibt Tipps für den Fall solcher Anrufe:

  • Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen.
  • Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten oder Informationen über Wertgegenstände oder Geld preiszugeben.
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein.
  • Im Telefondisplay angezeigte Nummern können manipuliert werden und sind kein Beleg für den Anruf eines Polizeibeamten.
  • Sprechen Sie mit ihren Angehörigen über das Phänomen, warnen Sie sie.
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer Telefonnummer aus dem Telefonbuch; in eiligen Fällen über Notruf 110. 

Rubriklistenbild: © dpa

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