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Der Kreisel am Starnberger Weg: Aus der Luft ist gut zu sehen, dass der Starnberger Weg in Richtung Bahnunterführung schnurstracks durch den Kreisel führt. 

Verkehr

Farbe soll Kreisel in Gilching entschärfen

Der Gilchinger Verkehrsausschuss hat beschlossen, am Kreisverkehr am Starnberger Weg in Gilching für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Fahrbahn im Kreisel soll farbig markiert werden.

Gilching – Die Hartnäckigkeit hat sich ausbezahlt. Obwohl im September der Antrag auf Aufpflasterung innerhalb des Kreisels am Starnberger Weg abgelehnt worden war, hakte Peter Schmolck vom Fahrradclub ADFC nach und verwies auf Beispiele in anderen Städten. Der Verkehrsausschuss stimmte am Montag alternativ einer farblichen Markierung zu.

Als Sicherheitsproblem sehen vorwiegend aufs Fahrrad angewiesene Verkehrsteilnehmer die Einfahrt in den Kreisverkehr aus Richtung Weßlinger Straße. Aus technischen Gründen beziehungsweise wegen fehlender Flächen wurde die Einfahrt über den Starnberger Weg aus dieser Richtung so gebaut, dass sie relativ gerade in den Kreisel hinein führt. Was viele Autofahrer laut Beobachter dazu veranlasst, den Fuß auf dem Gaspedal zu lassen und ungebremst in den Kreisel einzufahren.

In der Ausschusssitzung am Montag jedoch warnte Bauamtsleiter Max Huber das Gremium: „Die bauliche Art des Kreisverkehrs und insbesondere die Flüssigkeit des Verkehrs wurden vor dem Bau mit der Förderstelle abgestimmt. Eine nachträgliche Umgestaltung hätte zur Folge, dass mit der Förderstelle abzuklären ist, inwieweit die bezahlten Fördergelder in Höhe von 200 000 Euro zurückgezahlt werden müssen.“ Zudem habe es im Zeitraum eines Jahres zwar drei Unfälle gegeben, jedoch zwei davon an der Einfahrt Karolingerstraße. „Ursache aller drei Unfälle war laut Polizei nicht die bauliche Beschaffenheit des Kreisverkehrs, sondern das Fahrverhalten der Unfallverursacher“, betonte Huber.

„Vielleicht reichen schon optische Hindernisse aus, um für mehr Sicherheit zu sorgen“, regte Harald Schwab (CSU) an. „Diese müssten so gestaltet werden, dass der Autofahrer gezwungen wird, abzubremsen und sich vorsichtig in den Kreisverkehr einzufädeln.“ Mit einer auffallenden Farbe wäre dies möglich, unterstützte Bürgermeister Manfred Walter die Idee. „Durch eine farbliche Markierung der Innenspur wird der Kreisel optisch enger. Dies sollten wir tatsächlich mal probieren.“ Herbert Gebauer (Grüne), passionierter Radfahrer und Lehrer am Christoph-Probst-Gymnasium, unterstrich die Gefährlichkeit der jetzigen Trassenführung insbesondere für die Schulkinder, die den Kreisverkehr queren müssen. „Leider ist der Verkehr hausgemacht. Die Menschen müssen sich einfach daran gewöhnen, mehr Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen.“

Einstimmig beschloss das Gremium, die Polizei bei dem Vorhaben zu involvieren und eine farbliche Markierung anbringen zu lassen. „Jetzt testen wir mal diese Maßnahme, vielleicht reicht sie ja schon aus, beim Kreisverkehr mehr Sicherheit zu schaffen“, betonte Walter.

Uli Singer

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