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Im Wahlkampfmodus (v.l.): Hubert Aiwanger, Matthias Vilsmayer, Dr. Thorsten Schüler, Albert Luppart und Fred Rauscher.

Freie Wähler

So stimmt Aiwanger in Gilching auf Wahlkampf ein

Das erste Starkbierfest der Freien Wähler lockte 100 Zuhörer ins Schützenhaus.

Gilching – Die Premiere ist gelungen: Zum ersten Starkbierfest der Freien Wähler in Gilching kamen am Mittwoch rund 100 Gäste ins Schützenhaus an der Talhofstraße. Ehrengast war der Bundesvorsitzende der Freien Wähler und Landtagsabgeordnete Hubert Aiwanger, der seine Zuhörer auf den Wahlkampf einstimmte. Starkbier, Brezn und ein milder Obatzda waren das Erfolgsrezept, auf das Gastgeber Matthias Vilsmayer setzte. Zugpferd war aber natürlich Aiwanger, der laut einiger Gäste „in natura viel sympathischer rüberkommt als im Fernsehen“.

„Unser Einfluss muss stärker werden“

Der Niederbayer beherrschte es meisterhaft, Schelte in Richtung CSU und FDP zu verteilen und gleichzeitig die Botschaft rüberzubringen: „Lem und lem lassn.“ Dies zielte insbesondere in Richtung AfD ab. Auf die Frage eines Gastes, wie er mit dieser Partei umgehen wolle, sollte sie den Einzug in den Landtag schaffen, sagte Aiwanger: „Wir werden uns nicht aus dem Fenster stürzen. Wichtig ist, Probleme anzugehen, ohne ständig die AfD ins Spiel zu bringen, und Themen zu besetzen, ohne dauernd befürchten zu müssen, ins rechte Lager gedrängt zu werden.“ Im Übrigen warnte der 47-jährige Familienvater davor, durch zu viel Schelte gegenüber der AfD dieser eine Märtyrerrolle zuzuschanzen.

Nicht ohne Stolz informierte Aiwanger über einen „Weltrekord“, der seiner Meinung nach ins Guinnessbuch der Rekorde gehört. „Innerhalb von nur zwei Monaten wurden bis zu 500 000 Unterschriften zum Volksbegehren für die Abschaffung der Straßenausbausatzung gesammelt. Das hat vorher noch niemand geschafft“, freute er sich. Er erklärte zudem, dass die Freien Wähler im Landtag einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung einer Kostenbeteiligung der Anlieger beim Erstausbau einer Straße eingebracht hätten. Bisher sind die Grundstückseigentümer mit 90 Prozent an den Baukosten beteiligt. Fazit der Rede: „Unser Einfluss muss stärker werden. Wenn wir künftig mitregieren, geht es auch dem Land besser.“

Albert Luppart Direktkandidat für Bezirk

Matthias Vilsmayer, Kreisvorsitzender der Freien Wähler, Gemeinderat in Gilching und Starnberger Kreisrat, warb als Direktkandidat für den Landtag für „mindestens ein Mandat, das wir am 14. Oktober im Landtag und Bezirkstag für unseren Stimmkreis 129 gewinnen wollen“. Als Direktkandidat für den Bezirk stellte sich Albert Luppart, Kreis- und Gemeinderat aus Pöcking, vor.

Zum Starkbierfest gekommen waren unter anderem auch Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler, der Landtagskandidat Dr. Thorsten Schüler aus Starnberg und Grafikdesigner Fred Rauscher aus Gauting, der auf Platz 38 für den Bezirkstag kandidiert.

Von Uli Singer

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