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Im Dezember schließt das Freizeitheim wegen Sanierung für drei Monate.

Suche nach Pächter läuft

Freizeitheim Geisenbrunn bleibt den Winter über dicht

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Geisenbrunn - Die Suche nach einem neuen Pächter läuft, umfassende Sanierungen stehen an: Am 1. April 2017 soll das Freizeitheim Geisenbrunn wieder öffnen.

Seit Juli suchen die Gilchinger einen neuen Wirt für ihr Freizeitheim Geisenbrunn. Kaum ein Gebäude ist so stark im Gemeindeleben verwurzelt wie diese Gaststätte. Weil die 39 Jahre alte Wirtschaft dringend sanierungsbedürftig ist, muss sie ab Mitte Dezember für drei Monate geschlossen bleiben. Seit bekannt ist, dass der aktuelle Wirt aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss, ist Martin Fink auf Brautschau. Der CSU-Gemeinderat ist seit 30 Jahren Vorsitzender des Fördervereins der Gaststätte Geisenbrunn.

Allen liegt das Freizeitheim am Herzen, aber wohl niemandem so sehr wie dem 66-Jährigen. „Ich bin Gemeinderat, seit ich 22 Jahre alt bin“, erzählt Fink. Als das Wirtshaus vor knapp 40 Jahren von der damals noch selbstständigen Gemeinde Argelsried für die Vereine errichtet worden war, war er dabei und legte mit Hand an. So wie viele andere auch. „Die Vereine haben im Wald Holz geschlagen, vom Erlös wurden Möbel gekauft“, erinnert sich Fink. „Wenn wir die Gaststube nicht hätten, hätten die Vereine keine Heimat.“ Das darf nicht sein, darum scheut Fink auf der Suche nach einem geeigneten Wirt keine Wegstrecken. „Ich war schon in Niederbayern und im Allgäu. In Franken, da war ich noch nicht.“ Soweit muss es wohl auch nicht kommen.

Ein paar Interessenten gebe es mittlerweile. Aber Fink will nichts beschreien. Spätestens im Dezember würde er gerne einen Wirt präsentieren für die Gaststube mit 85 Plätzen, einen Nebenraum mit 35 Plätzen plus Saal für 200 Menschen sowie Kegelbahn mit Turnierlänge. Darüber hinaus stünden den Wirtsleuten eine großzügige Wohnung (110 Quadratmeter) und ein Appartement zur Verfügung. „Von Vorteil ist natürlich auch, dass es sich um ein kommunales Gebäude handelt. Wir haben ganz andere Interessen, unsere Pacht ist deshalb stabil.“ Von viel größerem Interesse ist es den Gilchingern, dass der neue Wirt eine regionale bayerische Küche bietet und vereinsaffin ist. Und je früher sich jemand findet, desto mehr Mitsprache hätte er bei der anstehenden notwendigen Sanierung.

Die Vereine helfen sich in der Zwischenzeit untereinander aus. „Es ist erstaunlich, wie die zusammenhalten“, freut sich Fink. Denn die Schützen besitzen in dem Gebäude ein eigenes Stüberl mit 60 Plätzen und eigenen sanitären Anlagen im Keller. Dieses Stüberl stelle die Schützengesellschaft in den drei Monaten Umbauzeit gerne auch anderen Vereinen zur Verfügung, sagt Fink. Zum Beispiel den Volksmusikfreunden, die ihre regelmäßigen Musikantentreffen und Singstunden nicht ausfallen lassen müssen. Sogar mit Bewirtung. Und die Burschen nehmen in ihrem Burschenraum auch Gäste auf. „Die halten alle zusammen.“

Am 1. April 2017 soll die große Wiedereröffnung stattfinden. Bis dahin sind alle Leitungen, Rohre und die sanitären Anlagen saniert. „Die Decke muss auch abgehängt werden.“ Fink weiß, es gibt viel zu tun. „Immer wieder gab es kleinere Reparaturen.“ Die Hochbauexperten aus der Gemeinde hätten dann irgendwann gesagt, „lass’ es uns gleich gscheit machen“. Und so soll’s sein. Allein, es fehlt noch ein neuer Wirt.

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