Immer mehr Radler nutzen den Feldweg entlang der A 96, um die Gewerbegebiete nahe Gilching zu erreichen. Die Skizze entstand vor der Fertigstellung der Autobahn und der Lärmschutzgalerien.
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Immer mehr Radler nutzen den Feldweg entlang der A 96, um die Gewerbegebiete nahe Gilching zu erreichen. Die Skizze entstand vor der Fertigstellung der Autobahn und der Lärmschutzgalerien.

Schilder und Schranken sollen verhindern, dass Strecke neben A 96 Schleichweg wird

Gemeinde will Feldweg für Radler herrichten

Immer mehr Menschen fahren per Rad zur Arbeit. Um die Anbindung zwischen Asto-Park und Gewerbepark Gilching-Süd zu verbessern, will die Gemeinde den Feldweg zwischen Friedrichshafener Straße und Melchior-Fanger-Weg für Radfahrer sowie den Winterdienst tauglich herrichten.

Gilching - Eine Zufahrtsstraße parallel zur Autobahn München-Lindau zwischen der Einfahrt zum Asto-Park und Gewerbepark Gilching-Süd war seit Jahren oft heiß diskutiertes Thema. Letztendlich aber wollten die Beteiligten erst den Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren abwarten. Mittlerweile jedoch ist zwischen dem Sonderflughafen/Asto-Park und dem Kreisel an der Staatsstraße 2069 eine Verbindungsstraße gebaut worden, sodass sich die ursprünglich geplante Alternative, aktuell ein unbefestigter Feldweg, erübrigt hat. Dieser wird dennoch verstärkt von Mitarbeitern der beiden Gewerbegebiete genutzt, um unter anderem von Gilching sowie von Gauting aus relativ schnell und gefahrlos zum Arbeitsplatz zu kommen.

Während der Grünen-Antrag, nämlich die umstrittene Asphaltierung des verlängerten Melchior-Fanger-Weges, vorerst vertagt wurde, beschlossen die Mitglieder des Bauausschusses am Montag, den Feldweg parallel zur Autobahn vorbereitend „für den Winterdienst und für den schnellen Radverkehr tauglich zu gestalten“. Einen Antrag, den Verbindungsweg als Geh- und Radweg zu widmen, hatte der ADFC im September 2019 gestellt. Seinerzeit fiel in der Verkehrsausschusssitzung der Beschluss, das Thema zu prüfen und dem Haupt- und Bauausschuss zu übertragen. Generell legten die Kommunalpolitiker fest, vorbereitend tätig zu werden. Wichtig dabei sei, zu verhindern, dass der künftige Rad- und Fußweg als Schleichweg für Pkw genutzt wird. Deshalb ist auch nach Rücksprache mit der Polizeiinspektion Germering eine Beschilderung „Gesperrt für Kraftfahrzeuge aller Art“ vorgesehen. Zusätzlich sind beleuchtete Sperrschranken geplant.

Die geschätzten Kosten gab Bürgermeister Manfred Walter mit rund 215 000 Euro an. „Eine teure Maßnahme“, stellte er fest. Heinrich Lenker (FW) regte deshalb an, erst einmal vorberatend tätig zu werden und unter anderem die Asphaltierung auf 2022 zu vertagen.

Mehrheitlich beschlossen die Mitglieder des Bauausschusses, Verhandlungen mit den Eigentümern der betroffenen Grundstücke zu beginnen und die Widmung des Verbindungsweges mit den entsprechenden Flurnummern als „öffentlichen Feld- und Waldweg“ durchzuführen. Die Umsetzung und die Asphaltierung jedoch sollen im Haushalt 2022 beschlossen werden.

Uli Singer

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