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Blick auf die nächste Großbaustelle: Auf dieser Fläche entsteht der Neubau des Instrumente-Herstellers Heine Optotechnik. Geradeaus im Hintergrund ist das Verteilzentrums des Uniklinikums zu  sehen, der dunkle Bau auf der linken Seite wird den Beleuchtungs-Hersteller 3F Filippi beherbergen.

Wirtschaftsentwicklung

Gewerbegebiet Gilching-Süd: Einer ist fertig, einer fängt an

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Im Verteilzentrum für die Münchner Unikliniken soll der Probebetrieb beginnen, gleich nebenan war Startschuss für die neue Firmenzentrale von Heine Optotechnik: Die dynamische Entwicklung des Gewergebiets Gilching-Süd geht unvermindert weiter. 2018 soll die letzte große Fläche entwickelt werden.

Gilching – Als Einkaufskorb-König Peter Reisenthel vorige Woche von der Mittelstandsunion zum Unternehmer des Jahres gekürt wurde, strömten mehr als 200 geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik ins Gewerbegebiet Gilching-Süd. Darunter waren auch die Asto-Geschäftsführer Dr. Bernd Schulte-Middelich und Ekkehart Fabian. Jene zwei Entwickler, die wie keine anderen für den Aufstieg des Gewerbegebiets von der verschlafenen Wiese zu einem der Hightech-Standorte Oberbayerns stehen. „Bei uns wachsen keine Blumen, sondern Kräne“, scherzte Fabian im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Neueste Großbaustelle: der Neubau der Firmenzentrale von Heine Optotechnik.

Bekanntlich verlegt der nach eigenen Angaben weltweit führende Hersteller von medizinischen Primärdiagnostik-Intstrumenten seinen Firmensitz und die gesamte Fertigung von Herrsching nach Gilching. 21 000 Quadratmeter ist das Grundstück groß, auf dem mittlerweile die Erschließungsstraßen angelegt sind. Mitte 2019 soll dort der Betrieb anlaufen.

Während Heine also anfängt, ist eine andere Baustelle gerade fertig geworden. „Wir haben gestern das Gebäude für das Verteilzentrum des Uniklinikums übergeben“, sagte Fabian am Freitag dem Starnberger Merkur. Nun ist zunächst ein Probebetrieb geplant, nach etwa vier Wochen soll dann der reguläre Betrieb anlaufen. Vom Verteilzentrum aus werden mehr als 2000 Patienten und 1400 Mitarbeiter in den LMU-Kliniken Großhadern und Campus Innenstadt täglich mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen versorgt. Die Mahlzeiten werden nach dem „Cook-&-Freeze“-Verfahren zubereitet, das heißt, sie werden nach dem Kochen tiefgefroren, anschließend in einer ununterbrochenen Kühlkette nach Gilching gebracht und von dort aus zu den Stationen geliefert, wo das Personal die 70-minütige Garphase per Knopfdruck startet.

So weit wie das Verteilzentrum ist der auf der anderen Seite der Zeppelinstraße gelegene Neubau für die Firma Pro-Beam noch nicht. „Dort beginnt in vier Wochen der Ausbau“, sagt Asto-Chef Fabian. Das Hightech-Unternehmen aus dem Bereich Elektronenstrahl-Schweißen will Mitte nächsten Jahres von Planegg nach Gilching ziehen. „Alle Projekte sind im Takt“, freut sich Fabian.

Für die drei Gebäude, die neben der Heine-Zentrale entstehen, ist mittlerweile ein Nutzer bekannt: der Laser-Spezialist Mynaric AG, vormals Vialight. „Die haben mit zwei Leuten bei uns im Asto-Park an der Friedrichshafener Straße angefangen“, sagt Fabian. „Jetzt brauchen sie ein ganzes Gebäude“, freut er sich über die Entwicklung des Start-Ups.

Für die letzte noch große Fläche, das 11 000 Quadratmeter große so genannte Baufeld 1 in unmittelbarer Autobahnnähe, will Asto im Frühjahr 2018 aktiv auf Mietersuche gehen. „Es gibt schon erste Vorentwicklungen, wir wollen den Markt aber auch nicht überhitzen“, sagt Fabian dazu. Fest steht, die Unternehmern dort sollen zu den anderen Ansiedlungen passen: Hightech mit Fertigung. „Die Balance zwischen Denkfabrik und Herstellung muss stimmen“, betont der Asto-Chef. „Wir wollen im Gewerbegebiet auch gute Facharbeiter und gute Ingenieure in Blaumännern sehen.“

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