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Abschied von Dorothea Bezzel: Dekan Stefan Reimers „entpflichtete“ die Pfarrerin von ihrer Aufgabe in der evangelischen Kirchengemeinde Gilching. 

Evangelische Gemeinde

Abschied von Pfarrerin Dorothea Bezzel: Eine treibende Kraft, auch in der Ökumene

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Die evangelische Pfarrerin Dorothea Bezzel verlässt Ende des Monats nach mehr als zehn Jahren die Gemeinde in Gilching. Jetzt wurde groß Abschied gefeiert.

Gilching – Mit einem festlichen Gottesdienst hat sich die evangelische Gemeinde St. Johannes in Gilching von Pfarrerin Dorothea Bezzel verabschiedet. Nach über zwölf Jahren wechselt die 48-Jährige zum 1. Juni nach Rothenburg ob der Tauber. Dort wird sie die zweite Pfarrstelle in St. Jakob übernehmen (wir berichteten).

Dekan Stefan Reimers „entpflichtete“, so der Fachbegriff, die Pfarrerin und wies auf die Spuren hin, die Dorothea Bezzel in Gilching hinterlassen wird. „Sie hat die Entwicklung der evangelischen Gemeinde Gilching/Weßling-Oberpfaffenhofen während ihrer Zeit hier wesentlich mitgeprägt“, sagte er. Bezzels besonderes Augenmerk habe vor allem den Kindertagesstätten der Kirchengemeinde gegolten. „Aber auch die Seelsorge, der Religionsunterricht und die Ökumene standen immer ganz oben auf ihrer Prioritätenliste.“ Ein großes Anliegen sei ihr stets gewesen, das Verbindende bei aller Unterschiedlichkeit der Menschen und Religionen hervorzuheben. Auf den Weg gab Reimers der scheidenden Pfarrerin, „bei all der mittelalterlichen Kulisse in Rothenburg nicht zu vergessen, dass auch dort die Menschen im Hier und Jetzt leben“.

Für die Gemeinde Gilching wies Vize-Bürgermeister Martin Fink auf die besonderen Verdienste von Pfarrerin Bezzel in Bezug auf die Erweiterung des Kinderhorts hin. Peter Meyer, Direktor des Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasiums lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Kirche.

Der katholische Kollege, Pfarrer Franz von Lüninck hob ebenfalls die in Gilching gelebte Ökumene als besonderen Verdienst Dorothea Bezzels hervor. „Ihr persönlicher Einsatz hat so manches erst möglich gemacht“, sagte er. Dann wurde es emotional: Im Rahmen eines „Flashmobs“ erhob sich die evangelische Jugend. Die jungen Menschen hatten den Text eines Kirchenlieds verändert und auf ihre langjährige Pfarrerin zugeschnitten. Aufgelockert wurden die Grußworte außerdem durch die musikalische Umrahmung durch den Gospelchor.

Die freie Stelle der ersten Pfarrerin in Gilching wird zum 1. Dezember neu besetzt. In der evangelischen Kirche ist es üblich, Pfarrerstellen ein halbes Jahr unbesetzt zu lassen. Die Zwischenzeit wird Pfarrer Constantin Greim überbrücken.  hvp

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