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Autobahnbaustelle bei Gilching: Polizei und Zoll nahmen dort gestern zehn Arbeiter fest, die sich illegal in Deutschland aufhielten und keine Arbeitserlaubnis hatten.

Nicht der einzige Verstoß auf der Baustelle

Baustelle auf der A96: Polizei nimmt illegale Arbeiter aus Südamerika fest

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Bei einer groß angelegten Kontrolle der Baustelle zum Ausbau der Autobahn München-Lindau (A 96) bei Gilching hat die Polizei am Donnerstag zehn illegal eingereiste und beschäftigte Arbeiter vorläufig festgenommen.

Gilching – Bei den Festgenommenen handelt sich um neun brasilianische Staatsangehörige und einen Mann aus dem Andenstaat Peru. Bei der Aktion monierten Mitarbeiter von Gewerbeaufsichtsamt und Berufsgenossenschaft auch Sicherheitsmängel bei der Baustelleneinrichtung. Beamte des Zolls haben die Kontrolle ebenfalls unterstützt.

Die illegal eingereisten Bauarbeiter aus Südamerika waren von einem Subunternehmen aus Portugal an der Baustelle zwischen den Anschlussstellen Gilching und Oberpfaffenhofen eingesetzt worden. Sie wurden zur Dienststelle der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck gebracht, wie deren stellvertretender Leiter Volker Rasp mitteilte. Dort wurden ihre Personalien aufgenommen.

Wenn sie die von der Staatsanwaltschaft festgesetzte Sicherheitsleistung entsprechend der zu erwartenden Geldbuße gezahlt haben, kommen sie wieder auf freien Fuß, werden aber angewiesen, das Land unverzüglich zu verlassen. Der Zoll wird wegen der arbeitsrechtlichen Konsequenzen auf die portugiesische Firma zugehen.

Geländer nicht ordnungsmäßig: Baustelle war außerdem gefährlich für Arbeiter

Folgen werden auch die Sicherheitsmängel bei der Baustelleneinrichtung nach sich ziehen. Gewerbeaufsichtsamt und Berufsgenossenschaft beanstandeten laut Rasp vor allem Verstöße gegen Unfallverhütungsvorschriften. So seien zum Beispiel Geländer zum Schutz der Bauarbeiter nicht vorschriftsmäßig angebracht worden.

Kontrollen von Großbaustellen führen Polizei und die hinzugezogenen Behörden zwar routinemäßig durch. Allerdings eher selten, räumt Rasp ein: „Der Personalaufwand ist enorm.“ Gestern waren 40 Polizeibeamte und acht Mitarbeiter der weiteren Dienststellen an der Aktion beteiligt. Weil es schon lange keine dieser Kontrollen mehr gegeben hatte, war sie von der Verkehrspolizeiinspektion angeordnet worden. Aus Routine oder weil es einen Anfangsverdacht gab? Auf diese Frage gab der stellvertretende Dienststellenleiter keine konkrete Antwort. Er bestätigte aber, dass sich solch ein Verdacht ergeben könne, wenn auffällig viele Nationalitäten auf einer Baustelle vertreten sind.  

Lesen Sie auch: Autofahrer brauchen gute Nerven - Eine neue Umleitung beim Gilchinger Kreisel sorgt für Verdruss

mül

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