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Auf einmal lag er auf der Seite: Bei Aushubarbeiten ist der Bagger umgestürzt und mit der Schaufel in der Grube gelandet. Ein zweiter Bagger richtete ihn später wieder auf. Wie es zu dem Unfall kam, war gestern noch unklar.

Baustellen-Unfall

Der Baggersturz von Geisenbrunn

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Bei einem Unfall mit einem Bagger im Gilchinger Ortsteil Geisenbrunn sind am Montag große Mengen Öl und Diesel im Erdreich versickert. Polizei und Landratsamt sind eingeschaltet. Verletzt wurde offenbar niemand.

Geisenbrunn – „Spektakulär und gleichzeitig sehr außergewöhnlich“: Mit diesen Worten umschreibt Andreas Ruch, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Germering, den Unfall, der sich am Montagvormittag auf einem Grundstück in Geisenbrunn zugetragen hat. Bei Erdaushubarbeiten auf einer Baustelle ist dort ein tonnenschwerer Kettenbagger umgestürzt.

Gegen 11.30 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Geisenbrunn. „Laut Alarmmeldung sollte ein Bagger Öl verlieren“, erklärt deren Kommandant Stefan Siegl. Als die Kameraden an der Baustelle am Deichelweg ankamen, lag der Bagger bereits seit rund einer Stunde auf der Seite. Ein Verursacher oder Fahrer sei nicht anzutreffen gewesen, berichtet die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte versuchten, auslaufenden Diesel-Kraftstoff und auslaufendes Hydrauliköl so gut es ging zu binden. Weil aber sehbar war, dass bereits größere Mengen ins Erdreich gesickert waren, verständigten Siegl und seine Männer das Landratsamt.

Deren Mitarbeiter informierten gegen 12.45 Uhr schließlich die Polizei, weil von einer fahrlässigen Bodenverunreinigung, also einem Umweltdelikt, ausgegangen werden musste. Wie Ruch gestern erklärte, sind insgesamt etwa 150 Liter Diesel und rund 100 Liter Hydrauliköl im Erdreich versickert.

In den Gesprächen mit der Polizei gaben die Mitarbeiter des verantwortlichen Bauunternehmens aus Wolfratshausen an, dass der Baggerfahrer, ein 37 Jahre alter polnischer Staatsbürger, bei dem Unfall zum Glück unverletzt geblieben, zur weiteren Abklärung aber umgehend zum Arzt gebracht worden sei. „Eine Vernehmung des 37-Jährigen zum Unfallablauf beziehungsweise zur Unfallursache wird in Kürze bei der PI Germering mit Hilfe eines Dolmetschers durchgeführt“, erklärte Erster Polizeihauptkommissar Ruch.

Der Baufirma gelang es in der Zwischenzeit, mit einem zweiten Bagger das havarierte Gefährt wieder aufzurichten. Es ist nach Angaben der Polizei allerdings „nicht mehr fahrbereit beziehungsweise manövrierunfähig“, weil auch die Ketten durch den Sturz in Mitleidenschaft gezogen wurden. Eine Schadenshöhe vermochte die Polizei gestern nicht anzugeben, sie dürfte allerdings im fünfstelligen Bereich liegen.

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