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3,4 Promille hatte ein Radfahrer in Gilching im Blut. Der Mann stürzte schwer. 

Polizei

3,4 Promille: Betrunkener Radler stürzt

Mit 3,4 Promille Alkohol war am Mittwoch ein Radfahrer in Gilching unterwegs. Seine Fahrt endete mit einem Sturz. Vom Rad fehlt jede Spur.

Gilching – Das war selbst für die Beamten der zuständigen Inspektion in Germering ein besonderer Fall: Am Mittwoch wurden sie um 13.45 Uhr von der Leitstelle wegen eines angeblichen Fahrradunfalls nach Gilching an die Brucker Straße gerufen. Ein Zeuge hatte gesehen, wie ein Mann mit einem roten Fahrrad auf der Brucker Straße schwer gestürzt war. Einige Meter weiter, an der Weßlinger Straße, fanden die Beamten wenig später einen völlig desorientierten, 26-jährigem Mann aus München am Fahrbahnrand sitzend vor. Er wurde durch die ebenfalls verständigten Rettungskräfte versorgt. 

Bei einer anschließenden Befragung jedoch konnte sich der junge Mann nicht mehr an den Unfallhergang erinnern, auch fehlte es ihm an Orientierung. Das einzige, was er noch wusste war, dass er wohl mit seinem Fahrrad auf der Brucker Straße in Richtung Alling unterwegs gewesen war, plötzlich das Gleichgewicht verloren hatte und gestürzt war. Ein Alkoholtest zeigte schließlich, warum der Mann so neben sich stand: Er hatte 3,4 Promille Alkohol im Atem. Weil er zudem über starke Schmerzen im Hals- und auch Hüftbereich klagte, brachten ihn die Rettungskräfte ins Krankenhaus. 

„Das war ein erschreckender Alkoholwert“, sagte gestern Andreas Ruch, stellvertretender Inspektionsleiter der Polizei in Germering. Die Polizei gehe davon aus, dass der Mann ohne Fremdbeteiligung gestürzt sei. „Wir mussten abklären, dass er nicht verprügelt wurde. Aber wir hatten ja auch einen Zeugen“, erklärt Ruch. Im Krankenhaus sei eine Blutentnahme durchgeführt worden. 

Wie es um den Zustand des Mannes stand, darüber lagen gestern keine Informationen vor. Auch das Rad ist spurlos verschwunden. Sicher ist nur, dass das Geschehen ein Nachspiel für den 26-Jährigen haben wird. „Gegen den Mann läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr infolge Alkohol, was aufgrund der erheblichen Überschreitung der für Fahrradfahrer geltenden absoluten Fahruntüchtigkeitsgrenze von 1,6 Promille empfindliche strafrechtliche Folgen für ihn haben dürfte“, stellte Ruch fest.

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