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Eine Leiche in der Gummibärli-Fabrik: Assistent Harry (Michael Schwarzbach), Kommissar Xaver Bäcker (Helmut Bauer) und Putzfee Lili (Silvia Här tl) sind irritiert (v.l.). 

Theater

Blutspuren in der Gummibärli-Fabrik

Theaterspaß in Gilching: Die Guichinga Dorfbühne bringt heuer den Dreiakter „Koa Leich ohne Lili“ auf die Bühne. 

Gilching – Wenn die Putzfrau mit dem Kommissar zankt, bleibt im Gasthof Widmann kein Auge trocken. Herrlich vertrackt ist die Screwball-Komödie „Koa Leich ohne Lili“, die die Guichinga Dorfbühne mit Schwung und Herzblut auf die Bühne bringt. Verfasst wurde das Krimi-Lustspiel ursprünglich vom englischen Autor Jack Popplewell – die D’Guichinga Dorfbühne bringt den originellen Dreiakter in unverblümt bairischer Mundart zur Geltung.

Zur Freitagspremiere im nahezu ausverkauften Saal des „Oberen Wirts“ präsentierte sich die achtköpfige Schauspieltruppe in gewohnter Bestform. Als charmant-ursprünglicher Feger spielt sich Putzfee Lili (Silvia Härtl) schnurstracks in die Herzen des Publikums. Die im Büro der Gummibärli-Fabrik von Richard Maierhofer (Markus Verrechia) aufgefundene Leiche kann die resolute Lili nicht wirklich aus der Fassung bringen. Auch den gesetzten Kripo-Kommissar Xaver Bäcker (Helmut Bauer) nimmt Lili allzu gerne auf die Schippe – immerhin kennt sie ihren „Xaverl“ ja schon seit früher Schulzeit. Während Lili mit dem Staubwedel beharrlich den Tatort abstaubt, enttarnen sich in Maierhofers Büro Zug um Zug allerlei heimliche Amouren. „Unsere Ehe war nicht grad sehr glücklich“, bekennt Claudia Maierhofer.

Im echten Leben heißt die Fabrikchef-Gattin Karin Nußbaum und führt heuer erstmals Regie in Gilching. Nach elf Jahren Theaterpause hat die Geltendorferin vor einem Jahr die Bühne wiederentdeckt. „Das Stück des englischen Krimiautors und Komponisten Popplewell hatten wir schon länger auf dem Schirm – ein Stück mit großer Frauenrolle“, sagen Nußbaum und Helmut Bauer, die mit ihrem Team seit Ende August proben. „Am Schluss bis zu drei Mal wöchentlich“, sagt Nußbaum. Blutspuren auf dem Bürostuhl, der Brieföffner als Tatwaffe, ein verliebter Prokurist und ein gestohlener Knopf halten den Kommissar ebenso auf Trab wie seinen beflissenen Assistenten Harry alias Michael Schwarzbach. Ob die Mörderjagd im dritten Akt zum Erfolg gedeiht und wer sich schlussendlich als Bösewicht outet, sei hier nicht verraten. Als sicher gilt: Härtl ist als freche Lili eine Punktlandung und strapaziert schon allein durch ihre Mimik die Lachmuskeln.

„Koa Leich ohne Lili“ ist noch am 15./16./22. und 23. November zu sehen.

Nilda Höhlein

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