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Feierten Edith Stenzel (Mi.): Bürgermeister Manfred Walter, Georg Stenzel, Günter Drewnitzki, Klaus Stenzel, Irma Drewnitzki und Roxana Rudi im BRK-Seniorenhaus. 

Geburtstag

„Die jüngste Über-100-Jährige“

Der Seniorenchor des Rot-Kreuz-Seniorenhauses in Gilching bringt seiner „jüngsten 100-Jährigen“ ein Ständchen zum Geburtstag.

Gilching – „Sie ist ab sofort unsere jüngste Über-100-Jährige.“ Das stellte Gilchings Bürgermeister Manfred Walter anlässlich der Geburtstagsfeier von Edith Stenzel fest. Seit drei Jahren wohnt sie im Rot-Kreuz-Seniorenhaus, dort wurde auch das Fest ausgerichtet. Gekommen waren am Donnerstag neben Walter Stenzels Kinder Klaus (67), Georg (74) und Irma Drewinitzki (72) sowie deren Ehemann Günter, Pfarrer Rainer Hess, Mitarbeiter und Bewohner des Hauses. Höhepunkt war der Auftritt des Seniorenchors.

Als Edith Stenzel anno 1955 mit Ehemann Adolf von Neuaubing nach Gilching umgezogen war, wurde sie auch schon in den Dienst der evangelischen Kirche genommen. Für Haussammlungen war sie unterwegs. Und in dieser Eigenschaft hat sie auch Katharina Funke, die Namensgeberin des Gilchinger Mutter-Kind-Hauses, kennengelernt. Am Geburtstag erinnerte sie sich an die Wohltäterin, mit deren Tochter Elisabeth Funke sie damals befreundet war. Stenzel war es auch, die eines der wenigen Fotos von deren Mutter Katharina Funke schoss.

Zum Fotografieren ist die ehemalige Krankenschwester durch ihren Ehemann gekommen. „Ihn habe ich im Lazarett kennengelernt. Ich war ja eigentlich Kindergartenschwester. Weil es damals aber so viele verwundete Soldaten gab, wurde ich Krankenschwester“, erzählte sie.

Als sie dann nach Neuaubing zogen, fing Adolf Stenzel, vor 26 Jahren verstorben, als Fotograf bei der Filmproduktion der Gebrüder Diehl in Gräfelfing an. Die Diehls gelten als die Väter der berühmten Mecki-Figuren und der aufwendig gemachten ersten Trickfilme. Für damalige Zeiten eine fotografische Meisterleistung, wofür sich Edith Stenzel schon in jungen Jahren interessierte und deshalb auch mit dem Fotografieren begann.

Statt des Fotoapparats nimmt die Jubilarin heute täglich den Starnberger Merkur zur Hand. „Sie liest sehr gerne, auch Bücher. Allerdings muss die Schrift etwas größer sein, weil es ansonsten sehr anstrengend ist“, sagte Sohn Georg. Und Singen macht ihr Spaß, war sie doch früher im Kirchenchor. Freudig stimmte sie mit ein, als während einer Kaffeepause der Seniorenchor seinen Auftritt hatte.  

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