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Der Vorsitzende der Gilchinger Kolpingsfamilie übergibt 410 gesammelte Handys an Missio München.

Mit Elektroschrott Fluchtursachen bekämpfen

Das ohnehin schon gute Ergebnis des Vorjahres konnten sie noch einmal toppen: Für die bundesweite Handy-Spendenaktion des Deutschen Kolpingwerks in Kooperation mit Missio Aachen und München hatte die Kolpingsfamilie Gilching die Bürger das zweite Jahr in Folge aufgerufen, ihre nicht mehr gebrauchten Handys zu spenden – mit Erfolg.

Gilching – „Wir freuen uns, dass wir im März und April trotz der schwierigen Zeit mit den bekannten Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie insgesamt 410 alte Handys und Smartphones in Gilching sammeln und das erste Vorjahresergebnis – mit 333 Handys – um fast 25 Prozent steigern konnten“, freute sich der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Jürgen Schulz, bei der Übergabe der Geräte an Missio München. „Unser Dank geht natürlich an alle Spender, zeitgleich aber auch an die Mitarbeiter im Rathaus der Gemeinde, im Aktivpark sowie in den Apotheken von Dr. Hartmann, im Edeka-Markt, der Shell-Tankstelle und im Hobbyland, die sich mit ihren Sammelstationen bei unserer Aktion sehr kooperativ zeigten“, betonte Schulz.

Die gespendeten Handys werden nun recycelt und aufbereitet, um die darin enthaltenen wertvollen Rohstoffe zurückzugewinnen. Denn diese werden oft unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo abgebaut. „Die Menschen, die diese Stoffe aus dem Boden holen, sind oft schlimmster Gewalt ausgesetzt. Viele Menschen sind deshalb auf der Flucht oder versuchen zu fliehen“, schreibt die Kolpingsfamilie Gilching in ihrer Pressemitteilung.

Ein Teil des Erlöses aus der Handy-Sammlung geht zu gleichen Teilen an Missio und das Kolpingwerk Deutschland. Das Kolpingwerk unterstützt mit seinem Anteil die Bekämpfung von Fluchtursachen; Missio finanziert mit seinem Anteil Hilfsprojekte im Kongo. Träger und Betreiber des Handy-Rücknahmesystems „Mobile-Box“ für diese Aktion ist die Firma Schumacher, von Pidoll GbR in Köln. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet unter www.kolping.de/handyaktion.  

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