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Noch steht der Schriftzug „Gleis 8“ am ehemaligen Bahnhofsgebäude in Gilching-Argelsried. Zum neuen Jahr unternimmt die Gemeinde mit einem neuen Pächter einen zweiten Anlauf, die Gaststätte ins Laufen zu bringen. 

Am Bahnhof Gilching-Argelsried

Neuer Pächter fürs „Gleis 8“

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Nach nur einem Jahr musste die Gaststätte „Gleis 8“ am Bahnhof Gilching-Argelsried schon wieder schließen. Nun soll ein neuer Pächter frischen Wind an den Bahnhof bringen.

Gilching – Die Hoffnung war groß, die Ernüchterung auch: Mit Eröffnung der Gaststätte „Gleis 8“ am Bahnhof Gilching-Argelsried im Juli vorigen Jahres sollte das kulinarische Angebot in der Gemeinde bereichert werden. Es kam bekanntlich anders. Nur ein rundes Jahr später war die Gaststätte schon wieder geschlossen, der Pächter hatte zuvor Privatinsolvenz angemeldet. Nun wird es einen Neustart geben.

„Wir haben uns für einen neuen Pächter entschieden“, sagt Bürgermeister Manfred Walter im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Der Beschluss sei kürzlich in einer nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung gefallen. „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten zwei Wochen den Pachtvertrag unterschreiben werden.“ Bis dahin will Walter den Namen des neuen Wirts nicht nennen, auch zum genauen Konzept sei bislang Stillschweigen vereinbart. Nur so viel: „Das Thema Kultur wird eine große Rolle spielen.“ Walter ist sich sicher: „Das wird eine Bereicherung für Gilching werden.“

Auch der Kiosk soll wieder öffnen

Natürlich können die Gäste am Bahnhof auch nur etwas essen und trinken. Auch den Kiosk in dem Gebäude wolle der neue Pächter wieder öffnen, sodass sich Pendler und Schüler auch schon morgens mit Semmeln, Kaffee oder Erfrischungen versorgen können, sagt der Bürgermeister. Die Öffnungszeiten stehen allerdings noch nicht fest.

Ein neuer Pächter, ein neues Konzept – groß umgebaut werden muss aber nicht. Vor der Eröffnung des „Gleis 8“ vor 15 Monaten hatte die Gemeinde rund 1,6 Millionen Euro in die Sanierung und Renovierung des alten Bahnhofsgebäudes gesteckt. „Wir müssen jetzt lediglich etwas im akustischen Bereich machen“, sagt Walter. An die Decke sollen Segel gehängt werden, damit es im Gastraum nicht mehr so hallt wie es bislang der Fall war. Das sei ein Erfahrungswert des zurückliegenden Jahres, in dem die Gemeinde überhaupt einiges gelernt habe, sagt Walter. Mehr müsse baulich aber nicht getan werden.

Walter hofft, dass der Betrieb Anfang 2020 startet

Der bisherige Pächter muss die Räume besenrein zum heutigen Datum, 30. September, übergeben. Dann sei dieses Kapitel abgeschlossen, ohne dass die Gemeinde nachtarocken wolle, so Walter. Im Anschluss hat der Nachfolger Zeit, sich in dem Gebäude einzurichten. „Er will es gemütlich machen“, sagt Walter, der hofft, dass der Betrieb am Bahnhof zum 1. Januar 2020 startet. Welchen Namen die Gaststätte dann trägt, ist auch noch ein Geheimnis. Dass es ein neuer wird, steht aber offenbar außer Frage. Manfred Walter spricht schon vom „ehemaligen Gleis 8“.

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