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Das Grundstück an der Ecke Römerstraße/Rathausstraße in Gilching war mehr als zwei Jahre lang eine Brache (hier ein Foto von Ende 2018). Nun können die Arbeitern für das neue Wohn- und Geschäftshaus beginnen.

Neues Wohn- und Geschäftshaus an der Römerstraße

Genehmigung liegt vor - Bauarbeiten können beginnen

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Die Baugenehmigung für die Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Römerstraße/Rathausstraße in Gilching liegt vor. Die Raiffeisenbank Gilching will nun mit Volldampf loslegen.

Gilching – Die Tage von Gilchings größter Brache sind gezählt. Auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Römerstraße/Rathausstraße, gegenüber vom Marktplatz, beginnen die Bauarbeiten. Bis voraussichtlich Ende 2021 soll dort ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen, dem für die künftige Entwicklung des Ortes große Bedeutung zukommt.

„Die Baugenehmigung liegt mittlerweile vor“, sagt Reinhold Coulon, Geschäftsführer der Raiffeisenbank Gilching. Das Kreditinstitut ist Bauherr auf dem Filetgrundstück, auf dem bis zum Abriss vor gut zwei Jahren das Post-Hochhaus stand. Dass die Planungen länger gedauert haben als ursprünglich gedacht, dass es teils heftige Diskussionen samt Postwurfsendung an alle Gilchinger gab – Schwamm drüber. Coulon will nicht mehr zurückblicken. Vielmehr freut er sich, dass es endlich losgeht.

In den vergangenen zwei Wochen hätten die Arbeiter viele vorbereitende Maßnahmen erledigt, etwa den Bauzaun errichtet und die Einfahrt zum Lehrerparkplatz der Mittelschule verlegt. „Nächste Woche rücken die Firmen mit Spundwänden und Bohrpfählen an“, erklärt Coulon. Im Anschluss beginnt der Aushub. Läuft alles glatt, soll dieser bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Anschließend geht es an die Errichtung des Gebäudes, die sehr nachhaltig und ökologisch erfolgen soll. Im Untergeschoss entstehen Technikräume und eine Tiefgarage mit 57 Stellplätzen – 43 weitere sind oberirdisch vorgesehen. Das Erdgeschoss wird einen Supermarkt und eine Apotheke beheimaten. In den ersten beiden Obergeschossen entstehen Büros und Arztpraxen, im obersten und etwas zurückversetzten Geschoss vier große Wohnungen. Grundfläche des Gebäudes: 1850 Quadratmeter. Nutzfläche insgesamt: 3400 Quadratmeter.

Mietverträge seien noch keine unterschrieben, sagt Coulon – was vor allem der Verzögerung im Verfahren geschuldet sei. Interessenten gebe es aber genug. Allein für den Vollsortimenter hätten nahezu alle großen Lebensmittelketten Interesse angemeldet. Zu den Investitionssummen macht die Bank keine Angaben. Die Fassade soll in Steinoptik gehalten sein, unten dunkel, nach oben hin immer heller.

Das Objekt ist für Gilching eminent wichtig. Zusammen mit dem Marktplatz und dem vor einigen Monaten fertiggestellten Geschäftshaus auf der gegenüberliegenden Seite der Rathausstraße soll eine Einheit entstehen, die das Ortszentrum nachhaltig belebt. Gerade der andere Neubau zeigt bereits, wie viel Leben ein solches Objekt in eine Gemeinde bringen kann. Seitdem dort neben einer großen Rossmann-Filiale vor sechs Wochen „Giulias Aperibar“ eingezogen ist, hat sich das Lokal vor allem bei gutem Wetter zu einem absoluten Treffpunkt entwickelt.

„Ziel des Ganzen ist, das sich die Leute im Zentrum bewegen und zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen können“, sagt Gilchings Bauamtsleiter Max Huber. Deswegen will die Gemeinde ja auch die Römerstraße umbauen. Die Raiffeisenbank sei sich des „städtebaulichen Anspruchs“ jedenfalls bewusst, sagt Coulon.

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