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Kommandanten, Vorstand und Geehrte der Freiwilligen Feuerwehr Gilching: (1. Reihe v.l.) Robert Weiderer, Horst Lindermayr, Robert Strobl, Johann Müller, Michael Klinglmair, (2. Reihe v.l.) Alexander Schmitz, Regina Huber, Daniel Rothfuß, Bernhard Lenker, Bürgermeister Manfred Walter, Markus Kunz, (hinten v.l.) Christopher Wegener, Jens Würden und Albert Weindl.

Kommandanten und Vorstand für sechs Jahre wiedergewählt

So viele Einsätze wie noch nie für Gilchings Feuerwehr

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Gilchings Feuerwehr musste im vergangenen Jahr so oft ausrücken wie nie zuvor: 241 Einsätze standen insgesamt zu Buche. Kommandant Robert Strobl und sein Stellvertreter Michael Klinglmair wurden in der Dienstversammlung für weitere sechs Jahre gewählt.

Gilching – Was für ein Unterschied zum vergangenen Jahr: 2018 übten die Spitzen der Gilchinger Feuerwehr massive Kritik an der Gemeinde, weil die Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus nicht so recht vorankam. Nun war davon keine Rede mehr. Ganz im Gegenteil: „Dieses Jahr geht es wirklich los“, sagte Kommandant Robert Strobl am Freitagabend in der Dienstversammlung der Gilchinger Feuerwehr. Bürgermeister Manfred Walter schlägt dem Gemeinderat am morgigen Dienstag (Beginn: 19 Uhr, Rathaus) die Beauftragung eines Architekturbüros aus der Nähe von Freiburg vor.

Es soll das Gerätehaus am Festplatz am Starnberger Weg planen. „Diese Planung dient dann als Grundlage für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan“, erklärte Walter. Wie lange das Verfahren dauert? „Ich hoffe, dass es zügig durchgezogen werden kann. Ein Datum möchte ich heute aber noch nicht nennen.“

„Das sind erfreuliche Nachrichten“, erwiderte Feuerwehrvorstand Johann Müller in dem mit mehr als 80 Personen vollbesetzten Vitusstüberl des Gasthofs Widmann. Wie wichtig eine adäquate Unterkunft für die Brandschützer ist, hatte zuvor Kommandant Strobl in seinem Jahresbericht dargelegt. Mit 241 Einsätzen musste Gilchings Wehr im vergangenen Jahr so oft ausrücken wie nie zuvor. Und er ist sich sicher: „Die Einsatzzahlen werden weiter ansteigen.“

Weitere Bautätigkeiten in Gilching, ein zusätzliches Hotel, neue Gewerbeobjekte, die Fertigstellung der Westumfahrung, der Ausbau der A 96, mehr Brandmeldeanlagen und ein deutlicher Anstieg bei privaten Rauchmeldern – Strobl kann sich nicht vorstellen, dass die Gilchinger Wehr wieder auf Einsatzzahlen wie zum Beispiel im Jahr 2013 kommt. Damals – vor gerade mal fünf Jahren – waren es rund hundert weniger. „Es ist ganz klar, wo der Trend hingeht“, sagte Strobl.

Umso wichtiger sind eine ausreichende Personalstärke und die dazu passende Ausstattung. 80 Aktive zählte Strobl am Jahresende 2018 – „die haben andere auf dem Papier auch“, sagte der Kommandant. „Aber bei uns sind die meisten wirklich aktiv und gut ausgebildet.“ Etwa die Hälfte der Einsatzkräfte sind Atemschutzträger, die Tagesalarmstärke ist mit 20 Personen hoch. Bei dem verheerenden Wohnhausbrand in Wiesmath im November seien sogar 37 Kameraden tagsüber im Einsatz gewesen, sagte Strobl.

Ein Einsatz, der auch Kreisbrandrat Peter Bauch Respekt abverlangte. Überhaupt zollte er der Gilchinger Feuerwehr ein Riesenkompliment: „Freude, Elan, Kraft und Energie suchen ihresgleichen“, sagte er. Es sei „unglaublich“, was in Gilching geleistet werde. Wenn es darauf ankomme, würden die Kameraden das Gerätehaus binnen einer Stunde auf Vordermann bringen, „dass es ausschaut wie neu“. Einen Dank hatte er auch für Bürgermeister Walter und den Gemeinderat parat, die der Feuerwehr einen modernen Fuhrpark zur Verfügung stellten. Fünf Fahrzeuge hat die Gemeinde in den vergangenen fünf Jahren angeschafft, heuer im Herbst kommt eine neue Drehleiter dazu.

Zusammen mit Übungen, Aus- und Fortbildung, Arbeitsdiensten und externen Lehrgängen sei die Feuerwehr im vergangenen Jahr auf 10 500 Einsatzstunden gekommen, rechnete Strobl vor. „Wir sind stolz, eine solche Mannschaft zu haben“, lobte Manfred Walter die Kameraden.

Die vertrauen die nächsten sechs Jahre auf die bewährte Führung. Robert Strobl wurde mit 47 Ja-Stimmen (bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen) in seinem Amt bestätigt – ebenso der stellvertretende Kommandant Michael Klinglmair, der 46 Ja-Stimmen erhielt (bei sechs Gegenstimmen und drei Enthaltungen). Ein noch besseres Ergebnis am Freitagabend bekam nur Feuerwehrvorstand Johann Müller, der mit 79 von 79 Stimmen wiedergewählt wurde.

Den Vorstand für die nächsten sechs Jahre komplettieren der stellvertretende Vorsitzende Daniel Rothfuß, Schriftführer Jens Würden, Kassier Alexander Schmitz, die Vertrauensleute Bernhard Lenker, Markus Kunz, Christopher Wegener und Regina Huber sowie die Kassenprüfer Carsten Ranker und Manfred Hofko. Geehrt wurden und werden Georg Lallinger und Simon Gschwandtner für jeweils 65 Jahre Mitgliedschaft, Horst Lindermayr für 60 Jahre, Karl Huber für 50 Jahre, Wolfgang Meßner für 40 Jahre und Robert Weiderer für 25 Jahre.

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