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Die Hallenkapazitäten in Gilching sind begrenzt. Der TSV möchte nun eine neue Halle bauen. (Symbolbild)

Drei Standorte sind schon im Gespräch

TSV Gilching nimmt neue Halle in Angriff

Der TSV Gilching-Argelsried nimmt ein Großprojekt in Angriff. Der Verein mit 3356 Mitgliedern plant eine neue Sporthalle. Präsident Peter Kramer erklärte bei der Delegiertenversammlung, dass drei Standorte in der Auswahl seien.

Gilching – „Über unseren Umsatz würde sich so manches mittelständische Unternehmen freuen“, sagte Finanzvorstand Franz Janker bei der Delegiertenversammlung des TSV Gilching-Argelsried am Donnerstag. Doch nicht nur die mehr als 3 Millionen Euro Umsatz zeigen, welch wichtige Stellung der Sportverein in der Gemeinde Gilching einnimmt. Mit 3356 Mitgliedern und 19 Abteilungen hat der TSV weiterhin beeindruckende Zahlen aufzuweisen.

Auf dem Erfolg ruht sich in Gilching aber keiner aus. So sollen zum Beispiel die 2018 erstmals von der Tennis-Abteilung ausgerichteten Special Olympics, bei der gesunde und behinderte Sportler zusammen Wettkämpfe bestreiten, eine Fortsetzung finden. Während die Stockschützen sich bereits über eine Bahn freuen durften, nimmt der TSV ein weiteres Großprojekt in Angriff. „Wir wollen eine neue Sporthalle bauen“, sagte Präsident Peter Kramer. Es gibt bereits drei mögliche Standorte, zwei befinden sich in der Nähe der Fußballplätze und einer in Argelsried. Der Gemeinderat unterstützt das Unterfangen, hat für das laufende Jahr 50 000 Euro Planungskosten veranschlagt. Eine zusätzliche Halle würde den Platzmangel beim TSV entscheidend entgegenwirken.

Dass die Gilchinger sowohl organisatorisch als auch sportlich zu Höchstleistungen fähig sind, zeigte sich im Jahr 2018 auch an zwei weiteren Höhepunkten. Die Leichtathletik-Abteilung glänzte als perfekter Ausrichter des jährlichen Landkreislaufes, einem sportlichen Großevent. „Sie haben die angebotene Unterstützung nicht benötigt“, sagte Kramer beeindruckt. Die Fußballer durften sich über den sensationellen Gewinn der Bayerischen Hallenmeisterschaft bei den Frauen freuen.

Weniger entzückt sind die Sportler über die ständig ansteigenden Verbandsabgaben. „Die Turner haben sogar um 100 Prozent erhöht“, berichtete Janker. Schwierigkeiten bereiten auch die Übungsleiterabrechnungen, da diese oft sehr spät abgegeben werden. „Von einer digitalen Lösung sind wir aber noch weit entfernt“, sagte Geschäftsführer Florian Bayer. Er drängte stattdessen die Abteilungsleiter, auf eine rechtzeitige Abgabe zu achten. Probleme macht auch die Verteilung der jährlichen Vereinszeitung. In den vergangenen Jahren sind viele Exemplare nicht in die Briefkästen, sondern an den Straßenrand gelangt. „Wir arbeiten an einer Lösung, auch die zuständigen Firmen wissen Bescheid. Selbst können wir aber nicht verteilen, das ist nicht zu stemmen“, sagte Kramer.

Trotz aller positiven Zahlen ist der TSV weiterhin auf Unterstützung durch die Gemeine angewiesen. So finanzierte diese ihrem mit Abstand größten Verein eine rund 23 000 Euro teure neue Lautsprecheranlage. Kramer rief die anwesenden Delegierten dennoch auf, verstärkt nach möglichen weiteren Geldgebern Ausschau zu halten. „Neue Sponsoren können wir immer gebrauchen“, stellte der TSV-Präsident klar.

Von Tobias Huber

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