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Dort, wo früher das alte Rathaus stand, rollen nun die Bagger: In Gilching baut der Verband Wohnen 18 barrierefreie Appartements.

Verband baut 18 Wohnungen

In Gilching hat der Verband Wohnen mit dem Bau von erschwinglichen Appartements beginnen. Sie sollen im April 2022 fertig sein. 

Gilching – Erschwinglicher Wohnraum ist Mangelware. Um Abhilfe zu schaffen, ist in der Gemeinde Gilching seit 2017 anstelle des alten Rathauses sozialer Wohnungsbau geplant. Allerdings verhinderten der Einspruch eines Nachbarn sowie kritische Bodenverhältnisse eine rasche Umsetzung. Seit Anfang Juni wird aber nun an der Rathausstraße gebaut.

„Ja, die baurechtliche Genehmigung hat länger gedauert als geplant“, sagte Wolfgang Robl vom Verband Wohnen in Starnberg dem Starnberger Merkur. Wie berichtet, wurde dem Verband das Areal unterhalb des Steinbergs zum Bau sozialen Wohnraums in Erbpacht überlassen. Allerdings erst, nachdem ein Gutachter die marode Bausubstanz des historischen Rathauses festgestellt hatte und der Gemeinderat deshalb auch dessen Abriss beschloss.

Im März 2017 stellte Robl dem Gilchinger Gemeinderat das Konzept vor. Geplant sind gegenüber der Rathaus-Turnhalle zwei durchgängige Gebäude in Holzbauweise mit drei Vollgeschossen plus einer Tiefgarage. Die 18 barrierefreien Wohneinheiten teilen sich in drei 1,5 Zimmer-Wohnungen mit maximal 30 Quadratmeter Wohnfläche, sechs 2-Zimmer-Wohnungen (je 55 Quadratmeter), sechs 3--Zimmer-Wohnungen (bis zu 70 Quadratmeter) und drei 4-Zimmer-Wohnungen mit maximal 90 Quadratmeter Wohnfläche.

Baubeginn sollte ursprünglich im Frühjahr 2019 sein. Dieser habe sich einerseits wegen eines gerichtlichen Einspruches eines Nachbarn (wir berichteten), aber mehr noch wegen aufwändiger Untersuchungen der kritischen Bodenverhältnisse verzögert, erklärte Robl. „Bekanntlich hat es ja beim Bau der Raiffeisenbank unterhalb unseres Bauvorhabens wegen einsickerndem Grundwasser erhebliche Schwierigkeiten gegeben. Diese konnten hier nicht festgestellt werden. Selbst während der letzten Regentage bildeten sich auf der Baustelle lediglich ein paar Pfützen.“ Es werde zwar zur Sicherheit eine Vorrichtung gebaut, um gegebenenfalls das Tagwasser rechtzeitig abpumpen zu können. Dem Baubeginn stand aber nichts mehr entgegen.

Mit Fertigstellung des Projekts rechnet Robl im April 2022. „Vorausgesetzt, es kommt nichts mehr dazwischen, wovor man ja nie gefeit ist.“  

Uli Singer

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