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Ein stattliches Team: Die Mitglieder des Guichinger Madl- und Burschenvereins hoffen auf weiteren Zuwachs. 

Von Wuiderern und fröhlichen Festen

Ein Geburtstag, ein Weinfest und ein Rätsel: Der Guichinger Madl- und Burschenverein besteht mittlerweile seit fünf Jahren. Dies wurde mit einem Weinfest groß gefeiert. Zugleich wirbt der Verein um Mitglieder. „Bei uns ist jeder willkommen – ob gebürtiger oder Wahlgilchinger“, so das Motto.

Gilching – Wie schnell die Zeit vergeht: 2014 schlossen sich junge Gilchinger um Maxi Dosch, Georg Mattern und Andrea Dosch zum „Guichinger Madl- und Burschenverein“ zusammen. Das Ziel war, Gilching mit kulturellen Veranstaltungen zu bereichern. Mittlerweile zählt der Verein 65 Mitglieder, darunter 25 Aktive. Einige große Veranstaltungen liegen hinter ihnen, und dass sie mit der Organisation großer Feste kein Problem haben, bewiesen sie jüngst beim Weinfest, das gewissermaßen auch eine Art Geburtstagsfest war. Die 25 Aktiven werkelten den ganzen Tag, um den rund 500 Gästen am Abend nicht nur ein gemütliches Ambiente, sondern gleichzeitig mit „Kzwoa“ eine zünftige Tanzmusik sowie auch Brotzeiten zu bieten, die von den Mitgliedern selbst hergerichtet und serviert wurden. Max und Michael Dosch nutzten dazu die Maschinenhalle des heimischen Bauernhofes oberhalb des Zehentstadels im Gilchinger Altdorf, im Volksmund auch „der Berg der Gesetzlosen“ genannt.

Woher genau der Ausdruck kommt, ist nach wie vor ein Geheimnis. Möglich ist, dass es auf dem angrenzenden Friedhof seinerzeit einen separaten Bereich gab, in dem diejenigen vergraben wurden, die etwas auf dem Kerbholz hatten, wie beispielsweise die berühmt berüchtigten Wuiderer. Ein Schild zeigt jedenfalls einen Trauerzug mit Sarg und Pfarrer. Trauergäste aber sind ein Eber und Waldtiere. „Wir haben auch schon etliche Einheimische gefragt, woher der Name kommt. Leider ohne Erfolg“, sagt Michael Dosch. Er bittet nun Bürger, die mehr darüber wissen, sich beim Verein zu melden. „Unsere Aufgaben als Verein sind ja nicht nur Aktivitäten, sondern auch ein wenig die Erforschung der Historie unseres Dorfes“, sagt er.

Als der Verein vor fünf Jahren gegründet wurde, stand von vorneherein fest, durch Sommerspiele, Weinfeste und durch die Beteiligung an unterschiedlichen Veranstaltungen einen Beitrag für das Miteinander zu leisten. „Wichtig ist uns, dass unsere Feste für Jung und Alt sind, was mittlerweile gut funktioniert.“ Als nächstes sind unter anderem ein Stand mit „Kässpotzn“ beim Gilchinger Christkindlmarkt (13. bis 15. Dezember), ein internes Helferfest und am Freitag, 15. November, 19 Uhr, die Jahreshauptversammlung vorgesehen. „Wir treffen uns im Oberen Wirt und würden uns freuen, wenn auch wieder mal jüngere Burschen und Madln ab 16 Jahre dazu kommen. Einige von uns sind ja doch schon etwas in die Jahre gekommen“, frotzelt Dosch.

Uli Singer

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