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So soll der Asto-Mäander aussehen. Am Dienstag war Spatenstich. 

Spatenstich für den Asto-Mäander

Zum Abschluss zurück zu den Wurzeln

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Knapp 20 Jahre nach der ersten Grundsteinlegung war gestern der offizielle Spatenstich für das letzte Bauvorhaben im Gilchinger Gewerbegebiet Süd. Bis Ende 2022 soll das Gebäude „Mäander“ stehen. Etwa ein Drittel der Fläche ist bereits vermietet.

Gilching – Es ist der Endpunkt einer erstaunlichen Erfolgsgeschichte: 122 Meter lang, 38 Meter breit, 15,50 Meter hoch, 16 500 Quadratmeter Nutzfläche zum Arbeiten. Im westlichsten Zipfel des Gewerbegebiets Gilching Süd wurde gestern der offizielle Spatenstich für das neue Hightech-Gebäude namens „Mäander“ gefeiert. Knapp 20 Jahre nach der ersten Grundsteinlegung geht das Gebiet südlich der Autobahn A 96 damit seiner Vollendung entgegen.

52 Millionen Euro investiert die Asto-Gruppe in das Projekt. Deren Geschäftsführer Dr. Bernd Schulte-Middelich sprach von einem „Zeichen der Zuversicht“ in schwieriger Zeit. „Wir lassen uns nicht entmutigen“, sagte er.

Offenbar besteht dazu auch keine Veranlassung. Rund 200 Millionen Euro hat Asto in den vergangenen 13 Jahren rund um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen investiert und mehr als 100 Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern angesiedelt. Und die seien bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen, sagte Schulte-Middelichs Partner Ekkehart Fabian im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Mit dem „Mäander“ kehrten sie „ein bisschen zu den Ursprüngen zurück“, sagte Schulte-Middelich. In dem vierstöckigen Gebäude soll nämlich auch ausreichend Platz für Firmengründer sein. So wie damals an der Friedrichshafener Straße, als Tüftler und Ausgründungen aus dem benachbarten Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ihre ersten unternehmerischen Schritte wagten, von denen einige längst international unterwegs sind in Bereichen wie Robotik, IT, Automotive oder Satelliten-Navigation. „Wir wollen etwa ein Drittel der Fläche für Start-ups vorhalten“, sagte der Asto-Chef. Selbst tage- oder wochenweise sollen sie die Strukturen nutzen können. „Wir wollen uns ein bisschen den eigenen Nachwuchs heranziehen.“ Auf der anderen Seite ist ein weiteres Drittel des „Mäander“ bereits an einen Nutzer vermietet. Der Vertrag ist unterschrieben – mehr als zwei Jahre vor der für Ende 2022 geplanten Fertigstellung des Gebäudes, in dem einmal rund 500 Menschen arbeiten sollen.

Landrat Stefan Frey fand für das Projekt und deren Verantwortliche nur lobende Worte. Schulte-Middelich und Fabian bewiesen mit der Investition „unternehmerischen Weitblick und Mut“, sagte er. „Das braucht das Land.“ Bundestagsabgeordneter Michael Kießling (CSU) sprach von einem „wichtigen Signal“ und sagte: „Wer das Risiko jetzt in diesem Umfang zu steuern in der Lage ist, der zählt auf die Zukunft.“ Für Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig (CSU) bewies schon die Namensgebung „Innovation und Kreativität“. Schließlich sei der Mäander mit seinen „unendlichen Windungen“ ein ganz bedeutender Fluss in Kleinasien gewesen. Schier unendliche Möglichkeiten will die Asto-Gruppe ihren Mietern bieten. Büro-, Verwaltungs- und sogar Produktionsflächen sind über zwei Stockwerke in unterschiedlichen Größen möglich.

Für Gilchings Bürgermeister Manfred Walter schließt sich mit dem Projekt der Kreis. „In hohem Tempo“ habe die Asto-Gruppe das Gewerbegebiet vollendet, nachdem die Weiterentwicklung nach dem ersten Bauabschnitt zunächst zum Erliegen gekommen war. „Das Dankeschön der Gemeinde“ sei Schulte-Middelich und Fabian dafür gewiss. Dabei bleiben soll es nicht. „Asto und Gilching haben noch viel vor“, sagte Walter und spielte auf das Geothermie-Projekt an, das die Gruppe plant. Es soll die Firmen zukünftig mit Energie versorgen, wie auch das Blockheizkraftwerk, das im Gewerbegebiet Süd bereits in Betrieb gegangen ist, sagte Schulte-Middelich.

Einer der künftigen Nachbarn freut sich schon auf die Zuzüge. „Das wird ein tolles Gebäude werden“, ist sich Nicolas Freiherr von Wolff sicher, der Geschäftsführer des Laserspezialisten pro-beam. Allerdings sprach er gegenüber den anwesenden Politikern auch zwei heikle Punkte an: die Verkehrsinfrastruktur mit dem zu Stoßzeiten heillos überforderten Kreisel – und die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. „Wir müssen die Dinge ganzheitlich betrachten“, sagte er.

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