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Voller Vorfreude: die „Roederei“, bestehend aus Tom Enders und Nikola Roeder sowie Teresa (l.) und Victoria, in den noch leeren Räumen an der Landsberger Straße. 

„Zur Roederei“ soll für mehr Leben sorgen

An der Landsberger Straße in Gilching soll es schon bald ein neues Café geben. „Zur Roederei“ soll Neugilching beleben. 

Gilching – „Nur mit Zustimmung meiner Familie“, sagte sich Nikola Roeder aus Gilching. Kein Problem. Sowohl Lebensgefährte Tom Enders als auch die Töchter Victoria (10) und Teresa (8) waren von der Idee für eine Café-Bar an der Landsberger Straße begeistert. Und so wird der neue Treffpunkt schon bald „Zur Roederei“ heißen, „Nachdem ich so einen Rückhalt innerhalb der Familie hatte, ging’s sofort an die Planung. 

Damit erfülle ich mir jetzt einen Kindheitstraum“, freut sich die 44-jährige Mitarbeiterin einer Hausverwaltung. Die künftige „Roederei“ wird in den ehemaligen Optiker-Laden zwischen Arnoldus-Apotheke und Schreibwaren Knorr einziehen.

„Das Geschäft gehört uns seit Jahrzehnten. Meine Mutter Lotti Richartz hatte dort über drei Jahrzehnte lang einen Blumenladen. Sie stammte aus der Gärtnerei Helbig an der Pollinger Straße. Als sie damals den Blumenladen eröffnete, war sie, wie ich heute, 44 Jahre alt. Das ist ein gutes Omen“, erzählt Nikola Roeder. Die Idee, eine Café-Bar zu eröffnen, sei vor zwei Jahren entstanden. „Es war ein dunkler Novemberabend, als ich an dem beleuchteten Laden vorbeifuhr und mir dachte, was für ein schönes Café das doch wäre.“ Gelegen kam, dass sich der Optiker ohnehin verändern wollte und der Umsetzung der nächtlichen Eingebung so nichts mehr im Wege stand.

Noch stehen die Komplett-Sanierung sowie einige Behördengänge und Genehmigungsverfahren bevor. Insgesamt sind 35 Plätze im Bar- sowie im angrenzenden Lunch-Bereich plus etwa 20 Plätze im Außenbereich geplant. Frühstück gibt es ab 7 Uhr. „Und wer keine Zeit zum Frühstücken hat oder schnell zur S-Bahn muss, für den haben wir künftig ein Müsli im Glas, einen Espresso oder eine Butterbrezn zum Mitnehmen.“

Zudem soll an drei bis vier Abenden in der Woche geöffnet sein. „Das Ganze kann sich aber noch ändern. Erst wenn wir mal in Betrieb sind und sich alles eingespielt hat, lässt sich auch feststellen, was wirklich Sinn macht.“

Während sich Nikola Roeder um die Behördengänge kümmert, unter anderem wegen der notwendigen Nutzungsänderung, macht sich Lebensgefährte Tom Enders an die Sanierung. „Wir müssen sämtliche Heizungen, die Böden und den Treppenaufgang erneuern und im Untergeschoss eine Küche sowie eine zweite Toilette einbauen“, erklärt der 28-jährige Chef einer Heizungsbau- und Sanitärfirma. Zwar stehe nicht genau fest, was im Rahmen der Sanierung genau an Kosten anfällt, er rechnet aber mit einer Investitionssumme von 150 000 bis 200 000 Euro.

Sorgen, dass die Café-Bar nicht laufen könnte, hat Nikola Roeder nicht. „Wir wohnen ja in der Waldkolonie und wir haben wirklich nichts, wo man schnell man auf einen Espresso, ein Glas Sekt oder auf ein Frühstück hingehen kann. Allgemein wird mir bestätigt, dass unser Café eine gute Idee ist. Dann kommt endlich wieder etwas mehr Leben nach Neugilching.“

Ach ja, gastronomische Erfahrung bringt die gebürtige Gilchingerin auch mit. Zum einen besuchte sie die Hotelfachschule, außerdem hilft sie regelmäßig als Bedienung auf dem Münchner Oktoberfest aus. Mit Eröffnung ihres Kindheitstraums rechnet Nikola Roeder bis etwa Mitte August.

Uli Singer

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