Begeistert von dem Projekt: Jakob Promoli, Vorsitzender des Cecina-Vereins.
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Begeistert von dem Projekt: Jakob Promoli, Vorsitzender des Cecina-Vereins.

Kommune bewirbt sich um „Preis der Präsidenten“

Gilchings Bewerbung schon unterwegs

„Eine tolle Idee“, sagt Bernd Schauer vom Amt für öffentliche Ordnung in Gilching. Die Rede ist von einer Bewerbung um den sogenannten Preis der Präsidenten für kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien. Der Antrag auf Förderung ist am Freitag weggegangen, versichert Schauer. Nun hofft er, dass auch die Partnerstadt Cecina bis Montagmittag ihren Antrag abschicken wird.

Gilching - Seit über 30 Jahren verbindet die Gemeinde Gilching mit Cecina eine mehr oder weniger intensive Partnerschaft. Freundschaften und sogar eine Ehe wurden geschlossen. Bernd Schauer und seine italienische Ehefrau Christina sind seit nunmehr 29 Jahren verheiratet und Eltern einer 27-jährigen Tochter. In den vergangenen Jahren ist es, zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie, etwas ruhiger zwischen den Kommunen geworden. „Deshalb kommt das gemeinsam angesteuerte Projekt sehr gelegen“, freut sich Schauer.

Anstoß, sich um den Preis der Präsidenten zu bewerben, gab CSU-Fraktionssprecherin Katharina Beiwinkler. Sie stellte Anfang Mai den Antrag, daran teilzunehmen. Das Ratsgremium votierte geschlossen dafür, auch zur Freude des Cecina-Vereins. Dessen langjähriger Vorsitzender Jakob Promoli gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von dem Projekt erzählt. Die Idee ist, zusammen mit dem Verein Guichinger Brauchtum, zum traditionellen Mai-Fest in Gilching auch den italienischen Verein TARGA einzuladen. Der Gegenbesuch wiederum soll dann im Herbst stattfinden, wenn in Italien die „TARGA-Cecina“ gefeiert wird. Das wichtigste Fest für die Cecinesen, an dem seit über 60 Jahren unter anderem sportliche, gastronomische und kulturelle Wettbewerbe zwischen den diversen Stadtteilen ausgetragen werden.

Letzter Termin für die Abgabe der Bewerbung ist am Montag, 31. Mai, 12 Uhr. „Ich hatte unseren Antrag im Auftrag von Bürgermeister Manfred Walter bereits an Bundespräsident Walter Steinmeier und gleichzeitig an die Organisatoren in Cecina geschickt. Die übernehmen jetzt unseren Text, übersetzen ihn ins Italienische und schicken ihren Antrag an ihren Staatspräsident Sergio Mattarella. Ich habe die Partner in Cecina gestern noch daran erinnert, es nicht zu vergessen“, betont Schauer.

Nun bleibt zu hoffen, dass die beiden Kommunen zum Zuge kommen und das Projekt finanziell bezuschusst wird. Bis September ist dann Zeit für ein Konzept. „Gehen wir leer aus, was bedauerlich wäre, werden wir alles versuchen, das Projekt in Eigenregie zu stemmen. Dazu ist die Idee zu gut“, sagt Promoli.

Uli Singer

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