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„Stark individualisierte Fahrzeuge“

Polizei kontrolliert erneut Tuning-Szene: Drei Fahrzeuge stillgelegt

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Die Polizei lässt nicht locker: Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen haben Beamte der Inspektion Germering am zurückliegenden Wochenende die Tuning-Szene in Gilching und Germering ins Visier genommen.

Gilching - Dabei geht es um „stark individualisierte Fahrzeuge“, wie der stellvertretende Inspektionsleiter Andreas Ruch den Szenejargon wiedergibt. Im Klartext: aufgemotzte Wagen, oft tiefergelegt und mit speziellen Auspuffanlagen, gerne auch mit breiteren Reifen und anderen Extras versehen.

Ruch: „Vor allem in den Abendstunden an den Wochenenden kamen in letzter Zeit die Hinweise von Anwohnern beider Gemeinden, dass sich Fahrer solcher Autos in unserem Zuständigkeitsbereich austoben.“ Oft seien diese Autos auch mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, sagte er am Montagnachmittag. 

Noch bevor Zivilbeamte am Freitag der Szene einen Besuch abstatteten, stoppten sie zwei Motorradfahrer. Die 19 und 25 Jahre alten Männer aus München hatten gegen 19.15 Uhr im Kreuzungsbereich Landsberger Straße/Starnberger Weg mehrere Autos, darunter auch den Streifenwagen, links überholt, kurz nachdem die Ampel auf Grün umgeschaltet hatte. Ruch: „Die Motorradfahrer konnten die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich mit den bereits vom Gegenverkehr einfahrenden Linksabbiegern gar nicht einsehen.“ 

Die Beamten stoppten die Motorradfahrer und kontrollierten die zwei Maschinen, eine Kawasaki Ninja ZX 6 und eine Honda CBR 600. Verbotene Umbauten konnten sie jedoch nicht feststellen. Dennoch brummten sie den Männer wegen ihrer gefährdenden Fahrweise jeweils 100 Euro Bußgeld auf. 

Als nächstes zogen die Kollegen den 18 Jahre alten Fahrer einer Mercedes C-Klasse aus dem Verkehr. Er hatte alle Fensterscheiben mit einer dunkelschwarzen Tönungsfolie beklebt. Der junge Mann durfte noch die Heimfahrt nach Weßling antreten – allerdings „mit heruntergelassenen Fenstern“, wie Ruch betont. Für jede weitere Fahrt wurde dem Fahrzeug die Betriebserlaubnis entzogen. 

Das selbe Schicksal ereilte im Lauf des Abends auch zwei Audis, einen S3 in Gilching und einen A4 Avant in Germering. Grund in diesen beiden Fällen: Die Fahrzeuge waren mit US-Style Codierung, also Dauerblinklicht, unterwegs. Die sonstigen Umbauten, sowohl die Tieferlegung als auch die breiteren Felgen-und Reifenkombinationen, waren in den Zulassungsbescheinigungen jeweils ordnungsgemäß eingetragen. 

Die aus Fürstenfeldbruck und München stammenden Fahrer im Alter von 23 und 39 Jahren bekamen ebenso wie der 18-Jährige aus Weßling je 90 Euro Bußgeld für das Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Was bei der Kontrolle vor zwei Wochen herausgekommen war, lesen Sie hier.

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