Zustellstützpunkt in Geisenbrunn vorerst abgelehnt

Post weiter auf der Suche

Gilching – Alte Heimat wird abgerissen: Bauausschuss lehnt Voranfrage für Zustellstützpunkt in Geisenbrunn ab.

Die Tage des Post-Hochhauses an der Römerstraße in Gilching sind gezählt. Weil das Gebäude abgerissen wird, muss die Deutsche Post bis spätestens April 2017 ihren Zustellstützpunkt dort aufgeben. Eine Voranfrage auf einen Neubau in Geisenbrunn lehnte der Bauausschuss am Montag ab.

„Wir haben so ziemlich alle Möglichkeiten geprüft, ein geeignetes Grundstück zu finden“, sagte Jürgen Roth, Immobilienbeauftragter der Deutschen Post AG, im Anschluss an die Bauausschusssitzung am Montag. Für ihn ist bedauerlich, dass die Voranfrage zum Bau eines neuen Zustellstützpunkts auf einem Areal in Geisenbrunn, zwischen der Gautinger- und der Griesbergstraße, einstimmig und ohne Diskussion abgelehnt wurde. Das Gremium folgte damit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Eigentümer und Gemeinde planen Aufwertung durch neue Gebäude

„Aus unserer Sicht ist das Grundstück derzeit dem planungsrechtlichen Außenbereich zuzuordnen“, erklärte Bauamtsleiter Max Huber. Und da es sich bei einem Zustellstützpunkt um kein privilegiertes Bauvorhaben handelt, konnte dem Standort im Außenbereich auch nicht zugestimmt werden. Dagegen spreche außerdem das nahe gelegene Wohngebiet Kleinfeldstraße, weshalb der zu erwartende Verkehr bei der Ablehnung eine wichtige Rolle gespielt habe. Roth wiederum bedauerte, dass er nicht darauf hätte hinweisen können, dass sich der Pkw-Verkehr im Rahmen hält. „Künftig kommen vorwiegend E-Mobil-Autos beziehungsweise Fahrräder zum Einsatz“, betonte Roth.

Damit den Gilchinger Bürgern auch künftig die Post zugestellt wird, ist Roth weiterhin auf Suche nach einem geeigneten Grundstück. Er hofft, dass ihm die Kommune dabei hilft. Wie berichtet, ist der Abriss des Hochhauses an der Römerstraße eine längst beschlossene Sache. Eigentümer ist die Raiffeisenbank, die anstelle des gesamten Komplexes in Kooperation mit der Gemeinde eine Aufwertung durch neue ins Stadtbild passende Gebäude plant.

Von Uli Singer

Rubriklistenbild: © dpa

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