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Symbolbild

Radwege in Gilching

Sichere Fahrt für alle Radler

Die Gemeinde Gilching boomt nicht nur in puncto Einwohnerzahl. Auch die Radfahrer nehmen einen breiten Raum im Straßenbild ein. Um sie besser zu schützen, wurde im jüngsten Umweltausschuss die Verlängerung eines Schutzstreifens auf dem Starnberger Weg beschlossen.

Gilching Die erneute Diskussion zum Thema Schutzstreifen für Radfahrer nahm der Umweltausschuss aufgrund eines Antrags von Grünen-Gemeinderat Herbert Gebauer auf. „Von besonderer Bedeutung sind die Schutzstreifen am Starnberger Weg. Dieser stellt eine Alternative zur dicht befahrenen Römerstraße dar“, erklärte Gebauer.

Laut Alltagsradroutennetz (ARN) sollte die Infrastruktur für Fahrräder als vollwertiges Verkehrsmittel optimiert werden, betonte Jan Haas, Umweltbeauftragter der Gemeinde Gilching. Langfristiges Ziel sei, den Verkehr vom Auto aufs Fahrrad zu verlagern. Wobei sich die Infrastruktur deutlich von der unterscheide, die für Touristen oder für Schulkinder nötig sei. „Durch die Schutzstreifen am Straßenrand ist auch für Pedelecs ganzjährig ein zügiges Vorwärtskommen gewährleistet.“

Bewährt habe sich mittlerweile am Starnberger Weg eine Teilmarkierung zwischen Gutenbergweg und Feuerwehrhaus. Nun soll der auf der rechten Seite angeordnete Schutzstreifen bis zur Weßlinger Straße fortgeführt werden. „Das hat auch den Vorteil, dass künftig nur noch auf einer Seite geparkt werden kann, was zu mehr Sicherheit für die Radfahrer führt, aber auch den Autofahrern entgegenkommt“, sagte Haas.

Radfahrer leben gefährlich

Grundsätzlich wurden die Vor- und Nachteile von Radwegen beziehungsweise Schutzstreifen diskutiert. „Der Radfahrer denkt zwar, er sei auf einem Radweg sicherer unterwegs. Doch das täuscht“, weiß Haas. Der 44-jährige Familienvater radelt bekanntlich sommers wie winters und auch nachts bei Glatteis zwischen seinem Zuhause in Fürstenfeldbruck und der Arbeit in Gilching hin und her. „Wie schnell wird man auf dem Radweg von einem Autofahrer überholt, der rechts in die nächste Straße abbiegt und den Radfahrer dabei voll ausbremst. Fährt man aber innerhalb eines Schutzstreifens, nimmt einen der Autofahrer als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer wahr und wartet auch beim Abbiegen, bis der Radfahrer vorbei ist.“

Dem konnte auch das Gremium mit 7:2 Stimmen folgen. Eine Verlängerung des Schutzstreifens zwischen Karolinger und Landsberger Straße jedoch wurde – unter anderem ist die Straße insbesondere bei der S-Bahn-Unterführung zu schmal – abgelehnt.  Von Uli Singer

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