Dramatischer Vorfall im Hambacher Forst: Journalist aus großer Höhe abgestürzt

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Hoch die Erde: Bürgermeister Manfred Walter (v.l.), Münchens Bahnhofmanagerin Mareike Schoppe, Ministerialdirigent Hans-Peter Böhner und Johannes Strauß von der zuständigen Baufirma beim symbolischen Spatenstich am Bahnhof Gilching-Argelsried.

Spatenstich

Umbau des S-Bahnhofs Argelsried: Ein kleiner Wermutstropfen bleibt

Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Bahn die Umbauarbeiten am S-Bahnhof Gilching-Argelsried nun auch offiziell gestartet. Der Aufzug soll bis 2019 in Betrieb sein.

Gilching – Es war angesichts eisiger Temperaturen zwar ein kurzer, dennoch ein wichtiger Akt. Anlässlich der bereits begonnenen Umbauarbeiten des Bahnzugangs Gilching-Argelsried für einen barrierefreien Zugang wurde gestern symbolisch der Spatenstich nachgeholt. „Der Umbau des Bahnsteig-Zugangs ist einer der wichtigen Maßnahmen, die in Gilching derzeit im Hinblick auf eine barrierefreie Kommune umgesetzt werden“, sagte Bürgermeister Manfred Walter.

Vorausgegangen waren viele Gespräche mit den zuständigen Stellen, diverse Demos und Unterschriftensammlungen. „Heute freuen wir uns, dass es nun doch geklappt hat und unsere körperlich gehandicapten Bürger künftig problemlos die S-Bahn nutzen können. Das gilt für Rollstuhlfahrer und die ältere Bevölkerung gleichermaßen wie für Eltern mit Kinderwagen.“ Bis Ende 2018 ist die Fertigstellung vorgesehen, sagt Mareike Schoppe, Münchens neue Bahnhofsmanagerin. Danach können die Bahnsteige stufenfrei erreicht werden.

Unter anderem wird in den nächsten Wochen der Mittelbahnsteig inklusive Dach abgebrochen und durch einen neuen Bahnsteig plus 57 Meter langem Dach ersetzt. Zudem wird ein Blindenleitsystem in den Bereich des Mittelbahnstieges und der Zugänge angebracht sowie eine Beleuchtung und verständliche Beschallung. Der Einbau des Aufzuges erfolgt voraussichtlich erst 2019.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens hatte die Gemeinde Gilching die Breite des Treppenabgangs von nur 1,60 Meter im Hinblick auf die starke Frequentierung bemängelt. Technisch jedoch sei keine andere Lösung möglich gewesen, heißt es im Planfeststellungsbeschluss. Die Bahn weist darauf hin, dass ja nicht nur die Treppe benutzt werden könne, sondern künftig auch ein Aufzug sowie ein zusätzlicher Zugang am südwestlich gelegenen Bahnsteigende zur Verfügung stehe.

Die Gesamtkosten gab Ministerialdirigent Hans-Peter Böhner mit 8,7 Millionen Euro an. Davon übernimmt der Freistaat innerhalb des so genannten Bayern-Pakts 6,9 Millionen Euro; die Bahn kommt für die Restsumme auf. „Dies ist eine freiwillige Leistung des Freistaates, da ursächlich der Bund für die Maßnahme zuständig ist“, betonte Böhner. Mögliche Fahrplaneinschränkungen können unter www.s-bahn-muenchen.de/Baustellen abgerufen werden.  ph

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